GT2-Sport: KTM entwickelt X-Bow GTX

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KTM steigt in die GT2-Klasse ein | © KISKA

KTM und Reiter Engineering haben einen GT2-Sportwagen entwickelt: den X-Bow GTX. Ausgestattet mit einem Fünf-Zylinder-Motor der Marke Audi, erbringt der Renner eine Leistung von fünfhundert Pferdestärken – bei tausend Kilogramm Fahrzeugmasse.

Nach Audi und Porsche steigt KTM als dritter Hersteller in die revitalisierte GT2-Klasse der SRO-Gruppe ein. Zu diesem Zweck hat der österreichische Hersteller eine GTX-Version seines Modells X-Bow entwickelt, welcher höchstwahrscheinlich im Herbst sein Debüt unter Wettbewerbsbedingungen gibt. Potenzielle Einsatzmannschaften sind noch nicht in Erscheinung getreten.

Ausgestattet mit einem Fünf-Zylinder-Motor mit zweinhalb Litern Hubraum der Marke Audi, bringt der KTM X-Bow GTX ungefähr tausend Kilogramm auf die Waage und erbringt eine Leistung von etwas sechshundert Pferdestärken. Daraus resultiert wiederum ein Leistungsgewicht, welches weniger als zwei Kilogramm pro Pferdestärke beträgt. Überdies war Reiter Engineering in die Entwicklung des Gefährts involviert.

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Der KTM X-Bow GTX sei ein „klares Bekenntnis“ zeitgemäße Rennfahrzeuge zu konstruieren. „Im Motorsport muss eine Entwicklung hin zur besseren Power-To-Weight-Ratio stattfinden, um mit kleinvolumigen, sparsameren und effizienteren Motoren noch schneller zu sein“, meint KTM-Vorstand Hubert Trunkenpolz in einer Pressemitteilung. „Die daraus abgeleiteten Erkenntnisse müssen dann auch in die Serienentwicklung einfließen.“

Indes skizziert Hans Reiter, Geschäftsführer von Reiter Engineering, den Zeitplan: „Die ersten zwanzig Fahrzeuge werden noch in diesem Jahr verfügbar sein. Das Fahrzeug kann dann – vorbehaltlich der finalen Homologation durch die SRO – in allen GT2-Rennserien eingesetzt werden, wodurch KTM neben Audi und Porsche der dritte Hersteller sein wird, der ein solches Fahrzeug anbietet.“

Parallel zur Teilnahme an GT2-Wettbewerben wolle KTM mittels Abrüstung auf eine Leistung von fünfhundert Pferderstärken den Einsatz in anderen Meisterschaften ermöglichen. In Frage komme die VLN-Langstreckenmeisterschaft oder die 24-Stunden-Serie, aber auch die DMV-GTC-Serie und die International GT Open. Ferner planen KTM und Reiter Engineering, in der übernächsten Saison einen hauseigenen Markenpokal mit dem X-Bow GTX auszurichten.