GT3-Sport: Ring Police beendet Rennprogramm vorerst

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Die Ring Police muss ihr GT3-Programm bis auf Weiteres beenden | © Ralf Kieven (1VIER.com)

Nach zwei Einsatzjahren muss die Ring Police ihre Garagentore bis auf Weiteres schließen. Durch die Trennung von wichtigen Hauptpartnern fehlen dem Erkelenzer Rennstall notwendige Ressourcen, um das GT3-Projekt fortzuführen.

Die Ring Police ist außerstande, ihr Programm im GT3-Sport weiterzuführen. Zur Stunde vermag der Rennstall aus Erkelenz nicht, die nottuenden Ressourcen aufzubringen, um einen nochmaligen Einsatz des Porsche 911 GT3 R zu schultern. „Wir haben einfach zu viele wichtige Bauteile des Teams verloren, um die Kraft auf die Straße zu bringen“, räumt die Mannschaft in einer außerplanmäßigen Mitteilung in ihrem Instagram-Kanal ein.

Inwiefern die Ring Police nach einer vorläufigen Unterbrechung des Engagements im GT3-Sektor in der Lage sein wird, die Aktivitäten sodann wiederaufzunehmen, könne das Rheinländer Porsche-Gespann im Augenblick noch nicht beurteilen. „Ob wir das in Zukunft wieder schaffen, wird die Zeit zeigen. Aber wir werden alles daran setzen“, bekräftigt die Ring Police in ihrer Verlautbarung.

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Während der vergangenen Tage und Wochen drangen nach und nach Informationen an die Öffentlichkeit, welche Spekulationen über künftige Vorhaben der Ring Police entflammten. Zunächst gab JP Performance bekannt, die Kooperation mit der nordrhein-westfälischen Equipe aufzulösen; anschließend zog sich auch Hauptgeldgeber Elten zurück. Am vergangenen Freitag machte schließlich Stammfahrer Lucas Luhr publik, die Ring Police zu verlassen.

In Ansehung der aufbrandenden Mutmaßungen befand sich die Ring Police gleichsam gezwungen, Klarheit zu stiften – und bestätigt die Trennung von den drei wichtigen Geschäftspartnern „Da wir die Gerüchteküche nicht befeuern wollten und selber noch keinen vollständigen Überblick über die Sachlage hatten, wollten wir uns zu dem Zeitpunkt nicht zu unüberlegten Aussagen hinreißen lassen“, beginnt Äußerung des Teams. „Damit haben wir jedoch scheinbar genau das Gegenteil bewirkt.“

Die Ring Police gab in der vorvergangenen Saison ihr Debüt im ADAC GT Masters. Im Neunelfer lösten Luhr und Rennstalleigner Jan-Erik Slooten einander ab; schlussendlich blieb das Porsche-Doppel allerdings punktlos. Im zurückliegenden Jahr sammelte die Ring Police zumindest vierunddreißig Punkte in der Teamwertung. Außerdem startete die Truppe beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Dabei gewährten Adrien de Leener und Steve Jans Unterstützung – letztlich sprang Gesamtrang zwölf heraus.