Schanghai: Rebellion Racing hält Toyota in Schach

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Rebellion Racing besiegt Toyota in China | © João Filipe/Adrenal Media

Rebellion Racing ist in Shanghai zum ersten Saisonsieg gefahren. Bruno Senna, Gustavo Menezes und Norman Nato hatten mit Abstand das stärkste Auto in China und beendeten das Rennen mehr als eine Minute vor dem zweitplatzierten Toyota. In der GTE-Pro-Klasse konnte sich Ferrari vor Porsche und Aston Martin durchsetzen.

Der Sieg bei den Vier Stunden von Shanghai ging an Rebellion Racing. Bruno Senna, Gustavo Menezes und Norman Nato kreuzten die Ziellinie vor beiden Werks-Toyotas. Mit einem Abstand von über einer Minute mussten sich Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima und Brendon Hartley mit Platz zwei begnügen. Auf den dritten Platz kamen die Teamkollegen Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López. Die WM-Spitze eroberte das zweitplatzierte Gespann.

Drei der fünf LMP1-Boliden wurden wegen Frühstarts zur Durchfahrtsstrafe gebeten, so auch Startfahrer Nato vom Rebellion-Team. So fand sich der Franzose statt, nach der Poleposition, auf Rang eins, auf Platz sechs wieder. Menezes kämpfte sich zurück an die Spitze. Auf der langen Geraden des Shanghai International Circuit konnte er beide Toyota im Eilgang überholen. Senna beendete das Rennen an erster Stelle.

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In der LMP2-Klasse holte die britische Jota-Mannschaft einen Doppelsieg. Anthony Davidson, Antonio Félix da Costa und Roberto González holten ihren ersten Saisonsieg. Auf dem zweiten Platz erreichte der Oreca 07 unter DC-Racing-Banner, ebenfalls eingesetzt von Jota, das Ziel. Rang drei ging an United Autosports. Damit wurde das Podium ausschließlich durch Oreca-Chassis besetzt.

Cavallino rampante gewann in der GTE-Pro-Klasse. Alessandro Pier Guidi und James Calado profitierten von einem Reifenschaden am Aston Martin von Nikki Thiim und Marco Sørensen in der letzten Rennstunde. Pier Guidi konnte sich schließlich mit einem Vorsprung von knapp sieben Sekunden vor Porsche-Pilot Kévin Estre ins Ziel retten. Der dritte Rang ging ebenfalls an die Weissacher Truppe. Der dänisch besetzte Aston Martin musste sich nach dem verlorenen Sieg mit Rang fünf begnügen.

Als kleines Trostpflaster durfte die britische Marke den Sieg in der GTE-Am-Klasse bejubeln. TF Sport gewann auch das zweite Rennen der Asien-Tournee. Jonny Adam, Charlie Eastwood und Salih Yoluc hatten das Geschehen zu jedem Zeitpunkt im Griff. Sie profitierten außerdem von einem Kontakt zwischen einem Project-1-Porsche und dem Werks-Aston-Martin. Porsche-Pilot Egidio Perfetti bekam hierfür eine Durchfahrtsstrafe.