Gottfried Grasser: „Wir planen ein Zwei-Wagen-Programm in der IMSA“

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Das Grasser Racing Team zieht es in den Wilden Westen | © Jake Galstad/LAT Images

Das Grasser Racing Team arbeitet an einem Programm in der IMSA-Sportwagenserie. Teamchef Gottfried Grasser lobte die Serie in den höchsten Tönen. Sein Plan sieht derzeit den Einsatz von zwei Autos vor. Daneben will der Österreicher weiterhin drei Fahrzeuge im ADAC GT Masters ins Rennen schicken.

Nach der Saison ist vor der Saison: Gottfried Grasser, Teamchef seines Grasser Racing Teams, hat bereits relativ konkrete Pläne für das Programm seiner Mannschaft im Jahr 2020. Gegenüber SportsCar365.com verriet er, dass er eine komplette Saison in der IMSA-Sportwagenmeisterschaft plane. Darüber hinaus möchte er dem ADAC GT Masters mit drei Autos treu bleiben. Die GT World Challenge könnte also aus dem Fokus herausrücken.

Eine komplette Saison in der IMSA sei sein Traum, gibt Grasser zu Protokoll. „Es ist fantastisches Racing dort. Ich war beim Rennen in Atlanta, das Petit Le Mans, und es sind unglaublich viele Fans dort, viele Menschen, viel Interesse für diese Meisterschaft. Wenn wir zwei Autos einsetzen, müssen wir vermutlich Lebewohl zur [GT World Challenge] sagen.“

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Die Umsetzung des Vorhabens läuft weiterhin in Kooperation mit Starworks Motorsport. Teamchef Peter Baron war auch an beiden Klassensiegen des Teams bei den 24 Stunden von Daytona und den Zwölf Stunden von Sebring in diesem Jahr beteiligt. Land-Motorsport nutzt ebenfalls die Dienste des US-Amerikanischen Teams, beheimatet in Florida.

Grasser geht davon aus, dass drei Chassis – zwei zum Einsatz und ein weiteres als Ersatz – in Barons Hallen stationiert werden. Darüber hinaus haben zwei Mechaniker der österreichischen Mannschaft entschieden, in die USA zu gehen. Sie würden die Vor- und Nachbereitung der Autos übernehmen.

Der Fokus auf die Blancpain-GT-Serie in dieser Saison sieht Grasser im Nachgang als Fehler. Obwohl man in der Michelin-Endurance-Cup-Wertung nach den beiden Auftaktrennen führte, entschied der Teamchef nicht in Watkins Glen, sondern bei den Sprint-Rennen in Misano zu starten. Der Titel in den Blancpain-Wertungen ging bekanntlich an die Markenkollegen vom FFF Racing Team. Ein Einsatz beim Petit Le Mans war jedoch nicht mehr sinnvoll, da man hier keine Chance mehr auf den Titel hatte.