ELMS in Spa-Francorchamps: United Autosports dominiert gesamtes Wochenende

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United Autosports kontrollierte das Gastspiel in den Ardennen | © Adrenal Media

Trainingsbestzeit, Poleposition und Laufsieg: United Autosports hat das ELMS-Halbfinale in Spa-Francorchamps kontrolliert. Filipe Albuquerque und Phil Hanson blieben am gesamten Wochenende ungeschlagen. Derweil verteidigte G-Drive Racing seine Tabellenführung.

United Autosports hat das Halbfinale der Europäischen Le-Mans-Serie dominiert. Während des gesamten Rennwochenendes in Spa-Francorchamps vermochte niemand, dem Oreca-Gespann den Führungsrang zu entwinden. Zunächst fuhren Filipe Albuquerque und Phil Hanson in beiden Trainingssegmenten die Bestzeit, sodann beförderte sich das Fahrerduo auch auf die Poleposition, um letzten Endes seinen ersten Saisonsieg davonzutragen.

Den Silberrang belegten die Oreca-Fabrikatskollegen von Cool Racing: Nicolas Lapierre und Antonin Borga, welche sich im Abschlussgefecht des vierstündigen Wettstreits im Ardenenr Wald gegenüber dem Graff-Racing-Trio Tristan Gommendy, Jonathan Hirschi und Alexandre Cougnaud behaupteten. Beim Zieleinlauf trennte die beiden Oreca-Besatzungen lediglich zwei Zehntelsekunden.

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Indes verteidigte G-Drive Racing seine LMP2-Tabellenführung verteidigt. Die Aurus-Equipe Roman Russinow und Job van Uitert, denen im Hohen Venn die Unterstützung Jean-Éric Vergnes zuteilwurde, führt die Fahrerwertung mit nunmehr dreiundneunzig Punkten an. Der Vorsprung auf die Idec-Sport-Athleten Memo Rojas, Paul Lafargue und Paul-Loup Chatin, welche auf dem ostbelgischen Grand-Prix-Kurs Sechste wurden, beträgt zur Stunde dreizehn Zähler.

Eurointernational holt Tagessieg im letzten Umlauf

Darüber hinaus haben die Drittplatzierten der ELMS-Vorschlussrunde – Gommendy, Hirschi und Cougnaud – zumindest noch mathematische Chancen bei der Endrunde an der Algarve den Titel zu erringen. Derzeit liegt das Dreierensemble fünfundzwanzig Punkte zurück – bei noch sechsundzwanzig zu vergebenen Zählern. Graff Racing müsste mithin mehr oder weniger auf einen Totalausfall bei den Spitzenreitern hoffen.

In der LMP3-Liga fiel die Entscheidung im finalen Umlauf, letztlich sogar in der letzten Kurve. Das Eurointernational-Doppel Mikkel Jensen und Jens Petersen rangierte zu Rundenbeginn noch an dritter Stelle, zog jedoch Nutzen aus dem Überrundungsverkehr und überholte zwei Kontrahenten. Damit triumphierte das Ligier-Gespann über die Markenkollegen Martin Hippe und Nigel Moore von Inter Europol Competition.

Das Stockerl komplettierte Nielsen Racing mit seinen Norma-Fahrern Tony Wells und Colin Noble, die im Titelkampf vor dem Finale an der Algarve punktgleich sind mit den Laufsiegern Jensen und Petersen. Beide Mannschaften befinden sich mit vierundneunzig Punkten an oberster Stelle im LMP3-Fahrerklassement. Folglich macht das Quartett die Meisterschaftsentscheidung unter sich aus, da alle weiteren Wettbewerber einen zu großen Rückstand verbuchen.