Langstrecken-WM: Aston Martin verzichtet auf Hybridantrieb, Bentley mit Hypercar-Plänen

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Aston Martin stattet seine Valkyrie ohne einen Hybridantrieb aus | © Aston Martin Racing

Aston Martin hat in Silverstone bestätigt, bei seiner Valkyrie auf einen Hybridantrieb zu verzichten. Darüber hinaus denkt Bentley über einen Hypercar-Einstieg nach. Und Rebellion Racing hat verkündet, nur mit einem R13 die gesamte Saison bestreiten zu wollen. Ein Nachrichtenspiegel.

Aston Martin Valkyrie ohne Hybridantrieb

Im Rahmen des Auftaktes der ersten Wintersaison der Langstrecken-WM hat Aston Martin verkündet, den Hypersportwagen Valkyrie, welcher 2020 in der Serie debütiert, ohne einen Hybridantrieb auszustatten. Stattdessen soll nur der 6,5-Liter-V12-Motor zum Einsatz kommen. Dies sagte der sportliche Direktor David Kind während einer Pressekonferenz im britischen Silverstone.

Dies wird nötig, da die LMP1-Nachfolger nur eine Systemlast von siebenhundertfünfzig Pferdestärken haben werden. Die Straßenversion der Valkyrie (mit Hybridantrieb) wird allerdings eine Systemlast von 1 160 Pferdestärken besitzen. Daher waren die Briten sehr erpicht darauf, dass das Reglement geändert wird und auch Nicht-Hybridantriebe zugelassen werden. Aston-Martin-Konkurrent Toyota setzt dagegen auf Hybridantrieb bei seinem GR Super Sport Hypercar.

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Bentley befasst sich mit Hypercar-Reglement

Offenbar befasst sich Bentley ebenfalls mit dem Hypercar-Reglement. Dies teilte Bentleys Motorsport-Direktor Paul Williams Sportscar365 mit. Demnach werde ein möglicher Einsatz evaluiert. Für Williams sei besonders der Aspekt interessant, dass sowohl ein Prototyp als auch ein straßenbasiertes Auto gebaut werden kann. Aktuell tendiere der Hersteller aus Crewe zu einem Prototypen.

Doch ein Einsatz zur Saison 2020/21 sei zu kurzfristig. Eher sei es realistisch, dass Bentley ein oder zwei Jahre nach dem Eintreten des Hypercar-Reglements in der Meisterschaft starten wird. Allerdings liegen noch keine fixen Pläne vor.

Rebellion Racing verneint Zwei-Wagen-Gespann

Rebellion Racing hat nach den Vier Stunden von Silverstone verkündet, dass der Rennstall nur mit einem Rebellion R13 die volle Saison bestreiten wird. Jedoch plane Rebellion Racing, beide Fahrzeuge wieder in Spa-Francorchamps und Le Mans einzusetzen. Eine mündliche Zusage hierzu habe der Rennstall bereits seitens des ACO erhalten. Derweil wurde die Fahrerbesetzung für das Schwesterfahrzeug für die gesamte Saison bestätigt. Bruno Senna, Gustavo Menezes und Norman Nato werden weiterhin zusammen antreten.