Spa 24: Nico Bastians ganz persönliche Cinderella-Story

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Motorschaden im zweiten Training

Die AKKA-Mechaniker wechselten den Motor in nur drei Stunden | © Stefan Deck

So hätte es weitergehen können. Sollte es aber nicht. Der Mercedes-AMG GT3 streikte in der Vorqualifikation. „Nach eins, zwei Runden haben wir ein technisches Problem am Motor bekommen. So gravierend, dass wir sofort beginnen mussten, den Motor auszuschrauben.“ Der Motor war nagelneu und frisch aus dem Werk geliefert. Ein Defekt sorgte dafür, dass er keinen Wasserdruck aufbauen konnte.

Statt zu fahren blieb das Auto in der Garage. Die AKKA-Mechaniker schafften noch vor dem Qualifying noch das Husarenstück: Innerhalb von drei Stunden wurde der komplette Motor getauscht. Ohne seine Jungs im Hintergrund sei er nichts, sagt Nico. Daher verbringe er viel Zeit mit ihnen, auch wenn die Kommunikation mit dem französischen Team oftmals mit Händen und Füßen geschehe.

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Was er vor der Qualifikation jedoch schon wusste war sein Startplatz. Das Reglement besagt, dass ein Auto, dessen Motor getauscht wird, vom Ende des Feldes aus der Boxengasse starten muss. Für Nico bedeutete das den „glorreichen 72. Startplatz. So weit hinten bin ich definitiv auch noch nie gestartet.“ Ein Rückschlag für den Sieg- und Titelkandidaten.

Doch der gebürtige Heidelberger verlor eines nicht, seine Zuversicht. Schon in der Qualifikation schnurrte der AMG wieder wie gewohnt und war durchaus in der Lage im vorderen Mittelfeld zu fahren. Mit der Devise „wir haben nichts mehr zu verlieren“ beendete er den Trainingstag. Überholt werden könne er sowieso nicht mehr. Außerdem sagte das Radar bereits einen Wetterwechsel für das Rennen voraus. Wie würde sich wohl der Regen auswirken?