WM-Prolog in Barcelona: Toyota kontrolliert Einstellfahrten pflichtgemäß

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Ferrari war tempobestimmend in der GTE-Pro-Klasse | © João Filipe/Adrenal Media

Ferrari gibt Geschwindigkeit bei den GTE-Pro-Rennställen vor

Bislang zog Toyota stets einen Nutzen aus der Reichweite. Zudem verlängert das Regelwerk die Nachtankzeit der Toyota-Truppe um eine Sekunde, damit die unmittelbare Betriebsbereitschaft des Elektromotors den TMG-Athleten nicht zum Vorteil gereicht, während das Anlassen des Verbrennungsmotors einen Augenblick in Anspruch nimmt. Nichtsdestoweniger beabsichtigen die Regelaufseher, eine zusätzliche Equivalence of Technology für Le Mans zu entwerfen.

Derweil in der LMP2-Division: Die Liga der kleinen Prototypen fügt sich in dieser Saison aus sieben Oreca-07-Boliden – nebst dem Alpine-A470-Derivat – und einem Dallara P217 zusammen. Mit anderen Worten bleibt diese Sparte ein Quasimarkenpokal des französischen Chassisproduzenten. Die schnellste Rundenzeit fuhr Racing Team Nederland. Am Lenkrad drehte Nyck de Vries, dem ein Umlauf binnen 1:31,659 Minuten glückte.

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In der GTE-Pro-Wertung debütierte bei der unterwöchigen Einstellfahrt der Porsche 911 RSR des Jahrgangs 2019. Das Werksaufgebot der Zuffenhausener platzierte die Neunelfer auf den Rängen zwei und vier; Kévin Estre (+0,058 Sekunden) rangierte vor Gianmaria Bruni (+0,396 Sekunden). Die Bestzeit erzielte Ferrari-Fahrer Miguel Molina. Die Uhr stoppte bei 1:43,593 Minuten, womit der AF-Corse-Athlet seinen drittplatzierten Stallgefährten Alessandro Pier Guidi um 0,352 Sekunden unterbot.

Den GTE-Am-Monitor führte das Team Project 1 an. Porsche-Ass Matteo Cairoli überquerte den Grand-Prix-Kurs in Katalonien binnen 1:44,467 Minuten. Cairoli pilotierte ebenso das Schwesterfahrzeug und hievte den zweiten Neunelfer auf die dritte Position. Die Differenz beider Bestleistungen: neunundsiebzig Tausendstelsekunden. Dazwischen ordnete sich Porsche-Mitstreiter Thomas Preining von Dempsey-Proton Racing ein, geschlagen um sechsundfünfzig Tausendstelsekunden.

Das vierstündige Eröffnungsrennen in Silverstone findet am letzten Augustwochenende statt. Anschließend gastiert die Langstrecken-WM im Herbst am Fuji und in Schanghai. Während der Wintermonate tritt die FIA WEC wiederum in Sakhir und São Paulo an, ehe ACO und FIA im März die Tausend Meilen von Sebring ausrichten. Die Vorschlussrunde in Spa-Francorchamps und das Finale in Le Mans beenden die Saison.