Watkins Glen: Mazda bricht Sieglosfluch mit Doppelsieg

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Mazda hat den Fluch gebrochen | © IMSA

Das Mazda Team Joest hat seinen ersten Sieg in der IMSA SportsCar Championship eingefahren. Der japanische Hersteller war über die gesamte Distanz die dominierende Instanz. Porsche und Acura setzten sich knapp die Kronen in den GT-Klassen auf.

Laute Siegesschreie waren zu vernehmen und Freudentränen flossen im Bundesstaat New York. Das Mazda Team Joest hat seinen ersten Gesamtsieg in der IMSA SportsCar Championship eingefahren. Jonathan Bomarito, Harry Tincknell und Olivier Pla dominierten das Sechs-Stunden-Rennen von Watkins Glen und durften sich folgerichtig über den Gesamtsieg freuen.

Doch in sicheren Tüchern war der Sieg bis zum Fallen des schwarz-weiß karierten Tuches nicht. Die linke Hälfte der Motorabdeckung hatte sich gelöst und drohte abzufallen. Die Rennleitung bat den Mazda RT24-P allerdings nicht an die Box, da sich das Teil unter dem Heckflügel verkeilt hatte. Das perfekte Wochenende für Mazda rundete die Schwesterbesatzung rund um Polesetter Oliver Jarvis, Timo Bernhard und Tristan Nunez mit dem Silberrang ab.

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Obwohl das Acura Team Penske den Speed von Mazda nicht mitgehen konnte, fand sich Juan Pablo Montoya eine Stunde vor dem Ende durch eine Neutralisierung und einem kurzen Boxenstopp an der Spitze wieder. Beim Restart verteidigte sich der Kolumbianer sehenswert, musste aber beide Mazdas knapp nach einer halben Stunde ziehen lassen. Dennoch fuhren er und Dane Cameron den dritten Platz nach Hause und holten wichtige Punkte.

Wayne Taylor Racing wurde als beste Cadillac-Mannschaft Gesamtvierter. Der zweite Wagen von Roger Penske musste sich mit Platz fünf begnügen. Mehr durch blocken statt großem Tempo fielen die beiden Fahrzeuge von Action Express Racing auf, für die nur die Positionen sechs und sieben übrig blieben.

In der GTLM-Klasse gewann Porsche knapp vor Corvette. Nick Tandy und Patrick Pilet kreuzten nur mehrere Zehntelsekunden vor Antonio García und Jan Magnussen die Ziellinie. Über die gesamte Renndistanz wogte die Führung immer wieder zwischen Porsche, Corvette und BMW hin und her – mit dem besseren Ende für Porsche.

Allerdings konnte sich BMW erneut nicht für ein gutes Rennen belohnen. Während John Edwards und Jesse Krohn auf Platz fünf ins Ziel kamen, musste das Schwesterfahrzeug in Führung liegend nach einem Feuer in der Box zurück gezogen werden. Glücklicherweise reagierte Connor De Phillippi geistesgegenwärtig und konnte sich rechtzeitig retten.

Noch mehr Pech hat aktuell Corvette gepachtet. Da das ursprüngliche Chassis von Tommy Milner und Oliver Gavin in Le Mans nachhaltig zerstört wurde, mussten die Mechaniker der Gelben in Le Mans bereits das Ersatzchassis aufbauen, um in Watkins Glen fahren zu können. Im Rennen kam das neue Auto nur zwei Kurven weit, bevor es einen heftigen Einschlag hatte. In die havarierte Corvette raste zudem ein weiterer Pechvogel aus Le Mans. Ben Keating konnte der C7.R nicht ausweichen. Zum Glück blieben beide Fahrer unverletzt.

Aber auch in der GTD-Wertung ging es eng zu. Die Sieger von Meyer Shank Racing retteten den Klassensieg vor dem wie entfesselt fahrenden Bill Auberlen im Turner Motorsport BMW M6 GT3. Bei MSR holte das Trio Mario Farnbacher, Trent Hindman und Justin Marks den Triumph. Auberlen teilte sich das Auto mit Robby Foley und Dillon Machavern. Toni Vilander, Jeff Westphal und Cooper MacNeil wurden im Ferrari 488 GT3 von der Scuderia Corse Dritte. Land-Motorsport zeigte wieder eine starke Pace in den Statten. Jedoch warf ein später Zusatzstopp Christopher Mies, Ricardo Feller und Daniel Morad auf Platz acht zurück.

Bereits nächste Woche geht es in der IMSA weiter. Dann gastiert die Serie in Mosport.