N’ring 24: Starkregen bewirkt Abbruch, Rowe Racing fährt Bestzeit

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Rowe Racing war im verkürzten Training am schnellsten | © BMW Presse

Rowe Racing hat die schnellste Rundenzeit im Training zum 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring erzielt. Der Bestleistung gebricht es allerdings an Wertigkeit. Denn anfängliche Verzögerungen und ein Wolkenbruch verhinderten ein ordentliches Zeitfahren auf der Nordschleife.

Eifelaner Regenwetter hat die Vorbereitungen im Training zum 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring unzweifelhaft erschwert. Ohnehin begann die Einstellfahrt auf der Nordschleife mit beinahe halbstündiger Verzögerungen, weil die Sportwarte noch die Bergung eines WTCR-Tourenwagen vollenden mussten. Als die Renndirektion schließlich die Boxengasse öffnete, setzten an manchen Passagen des rheinland-pfälzischen Traditionskurses Niederschläge ein.

Vielerorts verunfallten daher aufgrund der nass-glitschigen Fahrbahn einige Wettbewerber. Zudem verstärkten sich die Regenfälle, ein Gewitter zog herauf. Daher fassten die Organisatoren den Entschluss, die Probefahrt auf der Nordschleife des Nürburgrings mit der roten Flagge abzubrechen. Die Uhr stoppte zwar nicht, allerdings entschieden sich die Verantwortungsträger letztlich gegen eine Wiederaufnahme der Trainingssitzung.

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Gleichwohl gelang der Spitzengruppe unbeschadet dieser Widrigkeiten die ein oder andere mittelschnelle Rundenzeit zu fahren. Obenauf: Rowe Racing mit seinem Fahrerensemble Nick Catsburg, Marco Wittmann, Jesse Krohn und John Edwards. Das BMW-Quartett führte das Gesamtklassement mit einem Bestwert von 8:27,519 Minuten an. Die Stallgefährten Philipp Eng, Connor De Phillippi, Tom Blomqvist und Mikkel Jensen belegten Rang drei.

Titelverteidiger belegen Platz fünf

Das Delta im Binnenvergleich betrug 6,196 Sekunden. Dazwischen positionierten sich die Mercedes-AMG-Kontrahenten von GetSpeed Performance. John Shoffner, Janine Hill, Fabian Schiller und Markus Palttala fehlten 5,155 Sekunden zur – wenngleich aussagearmen – Referenzmarke. An vierter Stelle reihte sich Octane 126. Das Ferrari-Gespann Björn Grossmann, Simon Trummer und Jonathan Hirschi verzeichnete einen Abstand von 11,064 Sekunden.

Die besten Fünf der komplettierten wiederum die Titelverteidiger von Manthey-Racing. Die Startnummer-eins-Equipe Porsches – Richard Lietz, Frédéric Makowiecki, Patrick Pilet und Nick Tandy – trennten 11,714 Sekunden vom Klassenprimus. Nichtsdestoweniger: Das verkürzte Zeitfahren gestattete nur eine fliegende Runde, wodurch das Resultat jedweder Erklärungskraft hinsichtlich der Favoritenlage entbehrt.

Die erste Qualifikation zum eintägigen Wettstreit am Fuße der Nürburg startet heute Abend um 20.30 Uhr. Indes warnen die Wetterstationen vor einem drohenden Aufruhr der Elemente. Nicht nur heftige Regengüsse, mitunter gar Hagelschauer, sondern auch Sturmböen brauen sich über der Vulkaneifel zusammen. Für das Restwochenende prognostizieren die Vorhersagen dahingegen Sonnenschein mit Temperaturen jenseits der Marke von zwanzig Grad Celsius.