Le Mans: Toyota befindet sich auf Rekordkurs, enge GTE-Pro-Kämpfe und schwerer Corvette-Unfall

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Toyota führt und liegt auf Rekordkurs | © Toyota Motorsport GmbH

Zur Rennviertelmarke hält Toyota eine Führung von über einer Runde auf die Privatiers. Mike Conway hat bereits die schnellste jemals gefahrene Rennrunde in Le Mans erzielt – dazu wackelt auch der Rundenrekord. Derweil kämpfen vier Werke in der GTE-Pro um die Führung und Corvette ist schwer in den Porsche-Kurven abgeflogen.

Toyota könnte bei den diesjährigen 24 Stunden von Le Mans zwei Rekorde brechen. Einen haben die Japaner bereits aufgestellt. Mike Conway ist in der fünften Rennrunde die schnellste jemals gefahrene Zeit im Rennen gefahren. Der neue Bestwert liegt bei 3:17,297 Minuten. Auch der Distanzrekord könnte an diesem Wochenende neu aufgestellt werden.

Danach hat der TS050 Hybrid mit der Startnummer sieben kontinuierlich die Führung auf das Schwesterfahrzeug ausgeweitet. Dahinter kämpfen SMP Racing und Rebellion Racing um den letzten Podestplatz. DragonSpeed und ByKolles haben bereits längere Reparaturpausen einlegen müssen.

In den ersten vier Rennstunden gab es unüblich wenig Zwischenfälle und es gab nur kurze Full-Course-Yellow-Phasen wegen Kleinteilen auf der Strecke. Das Safetycar musste erstmal nach fünf Stunden ausrücken, als der LMP2 von RLR M Sport und der LMP1 von DragonSpeed in der Tetre Rouge strandeten.

Bei der zweiten Safetycar-Phase lag ein schwerer Grund vor. Dempsey-Proton-Pilot Satoshi Hoshino hat in den Porsche Kurven die Übersicht verloren und die Corvette von Marcel Fässler abgeräumt. Der Schweizer ist dabei hart in der Streckenbegrenzung eingeschlagen. Generell wirkt Hoshino fehl am Platz an diesem Wocheneden. Vor diesem unnötigen Unfall verbuchte der Japaner zwei Dreher, einen davon auf dem Weg zu Indianapolis, und hat nicht nur sich, sondern auch andere in Gefahr gebracht.

In der zweiten Liga für Prototypen führt Alpine vor G-Drive Racing und DragonSpeed. Deutlich spannender als vorne im Feld geht es in der GTE-Pro zu. Dort befinden sich noch zehn Autos im selben Safetycarzug. Die involvierten Marken sind Ferrari, Porsche, Corvette und Ford. Aston Martin und BMW mussten abreißen lassen.