Le Mans: Toyota lässt spät die Muskeln spielen, schwerer Unfall von Tracy Krohn

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Toyota hat am Ende die deutliche Bestzeit erzielt | © Niklas Pfeiffer

Toyota hat lange Zeit die Privatiers gewähren lassen, jedoch kurz vor dem Ende der vierstündigen Einheit die deutliche Bestzeit erzielt. Kamui Kobayashi drückte SMP Racing und Rebellion Racing knapp zwei Sekunden auf. Porsche hielt derweil eine Doppelführung in der GTE-Pro inne.

Das Finale der Supersaison ist offiziell eingeläutet. Am heutigen Mittwoch begannen die Veranstaltungstage zu den 24 Stunden von Le Mans auch auf der Strecke. Bei Mischbedingungen wurde das vierstündige Training ausgetragen. Dabei wechselten sich Sonnenschein und Regenschauer fast halbstündlich ab.

Lange Zeit sah es an der Spitze des Feldes so aus, als könnten die Privatiers von SMP Racing und Rebellion Racing Toyota ein Bein stellen. Gustavo Menezes umrundete knapp nach Halbzeit den Kurs in 3:19,960 Minuten. Eine Viertelstunde vor dem Ablauf der Zeit presste sich Stoffel Vandoorne mit einem Vorsprung von neunundzwanzig Tausendstelsekunden an den Eidgenossen vorbei. Jedoch konnte Kamui Kobayashi drei Minuten vor dem Fallen des schwarz-weiß karierten Tuches die absolute Bestzeit von 3:18,091 Minuten erfahren.

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Auf Rang vier klassifizierte Kazuki Nakajima den zweiten Toyota TS050 Hybrid. Dahinter lautete die Reihenfolge wie folgt: Rebellion Racing vor SMP Racing, DragonSpeed und ByKolles Racing.

In der LMP2-Wertung sorgte IDEC Sport für den Bestwert. Der Mexikaner Memo Rojas hievte seinen Oreca 07 in 3:28,363 Minuten um den Circuit de la Sarthe. Platz zwei ging an DragonSpeed. Die besten Drei wurden durch G-Drive Racing komplettiert.

Bei den GTE-Pros untermauerte Porsche seine vermeintliche Favoritenrolle. In der Endabrechnung führten zwei 911 RSR die Wertung an. Intern setzte sich Laurens Vanthoor gegen Mathieu Jaminet durch. Den Bronzerang bei den Profis holte AF Corse. Sam Bird war bereits sechs Zehntel langsamer als Vanthoor.

Auf der vierten Position wurde Billy Johnson als bester Ford-Pilot gewertet. Darauf folgte der zweite Werks-Ferrari. Der schnellste BMW M8 GTE sah als Sechster das Ziel. Etwas bedeckt gehalten haben sich Corvette und Aston Martin. Der beste Dampfhammer aus Detroit wurde Zehnter, Aston Martin kam nicht über die Ränge elf und zwölf hinaus.

In der GTE-Am wurde Dempsey-Proton Racing seiner Favoritenrolle gerecht und holte die erste Bestzeit des Wochenendes. Julien Andlauer setzte mit 3:55,304 Minuten den Richtwert für das Wochenende. Direkt dahinter folgten die schärften Widersacher von Spirit of Race und Aston Martin Racing.

Unterdessen sorgte Tracy Krohn einmal mehr für ein negatives Highlight. Frei nach dem Motto the same procedure as every year zerlegte der Texaner sein Auto am ersten Tag. Glücklicherweise ging der Unfall relativ glimpflich aus, da er das Medical Center bereits wieder verlassen konnte. Die Mechaniker von Proton Racing müssen allerdings eine Nachtschicht einlegen, um den Elfer wieder fit zu bekommen.