Most: Callaway Competition siegt kontrolliert nach Rotunterbrechung

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Callaway Competition triumphierte am Sonntag in Most | © Manfred Muhr

Callaway Competition hat den Sonntagssieg bei der ADAC-GT-Masters-Begegnung in Most unumwunden für sich reklamiert. Von der Poleposition gestartet, musste Grasser Racing mit der Silbertrophäe vorliebnehmen. Eine Kollision zwischen David Jahn und Thomas Preining zog eine Rotintermission nach sich.

Ein kontrollierendes Auftreten hat Callaway Competition zu einem ungefährdeten Sieg im ADAC-GT-Masters-Sonntagsrennen im Autodrom Most befördert. Eine Vorentscheidung führte Marvin Kirchhöfer bereits beim Start herbei, als der Corvette-Athlet den Spurt zum ersten Rechtsknick zu seinen Gunsten entschied. Stallgefährte Markus Pommer fiel nach dem Fahrerwechsel sodann die Aufgabe zu, den Spitzenrang zu verwalten.

Von der Poleposition begonnen, musste sich Grasser Racing letzten Endes mit dem Silberrang bescheiden. Nach dem Führungsverlust zu Beginn verharrten Christian Engelhart und Mirko Bortolotti zwar in der Verfolgerposition, vermochten den Abstand allerdings nicht zu verkürzen. Das Stockerl vervollständige RWT Racing. David Jahn und Sven Barth kreuzten die Ziellinie an dritter Stelle.

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Ersterwähnter löste überdies eine Unterbrechung mit der roten Flagge aus. Im Zweikampf mit Porsche-Pilot Thomas Preining, welcher in diesem Jahr für die Titelverteidiger von Herberth Motorsport antritt, versuchte Jahn wiederholt Überholmanöver zu initiieren. Letztlich rempelten die beiden Kontrahenten gegeneinander, wodurch Preining die Gewalt über seinen Neunelfer einbüßte und infolge einer Drehung gegen die Leitplanke prallte.

Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde verteidigen Tabellenführung

Der Einschlag in die Streckenbarriere ernötigte wiederum eine Reparatur. Darum verhängte die Renndirektion zunächst eine Code-60-Phase, wies die Sportwarte anschließend allerdings an, rote Flaggen zu schwenken. Bereits zuvor unterbrach eine Code-60-Verlangsamung den Wettstreit, weil Mercedes-AMG-Pilot Maximilian Götz – für HTP Motorsport im Einsatz – im Getümmel der Anfangsphase über die Grünfläche rutschte und kurzzeitig die Fahrbahn blockierte.

Nach der Wiederaufnahme der Wettfahrt belegte MRS GT-Racing zunächst den dritten Platz. Allerdings fielen Nicolai Sylvest und Jens Klingmann einem technischen Gebrechen anheim, woraufhin das BMW-Doppel ins Niemandsland des Klassements zurückfiel. Auf dem vierten Rang rollten indes die Vortagessieger Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde von Rutronik Racing.

Das Resultat reichte hin, um die Tabellenführung mit siebzig Punkten zu verteidigen. Aber: Durch den Sonntagserfolg verminderten Kirchhöfer und Pommer den Rückstand auf zwölf Zähler. Den fünften Platz erzielten derweil die Audi-Markenkollegen von Mücke Motorsport: Markus Winkelhock und Mike David Ortmann, welcher damit die Juniorwertung im zweiten Durchgang des Wochenendes gewann.

Nach einer vierwöchigen Pause gastiert das ADAC GT Masters am zweiten Juniwochenende auf dem ehemaligen Österreichring bei Zeltweg und Spielberg, ehe sich die Protagonisten der nationalen Sprintserie nach drei von sieben Begegnungen in eine zweimonatige Sommerpause begeben. Die Rückrunde beginnt daraufhin am zweiten Augustwochenende im Circuit Park Zandvoort an der Nordsee.