DPi: IMSA führt Hybridtechnik ein

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Die DPi 2.0 wird hybridisiert | © IMSA

Die IMSA führt die Hybridtechnik in der DPi-Klasse ein. Wenn 2022 die neuen Regeln zur DPi 2.0 gelten, sollen die Prototypen mit einem leichten Hybridsystem ausgestattet sein. Die DPi 2.0 soll weiter auf LMP2-Sportwagen basieren.

2022 beginnt eine neue Ära im amerikanischem Sportwagensport. Denn zu den 24 Stunden von Daytona 2022 werden erstmals die DPi der zweiten Generation gegeneinander antreten. Das besondere an den DPi 2.0 ist der erstmalige Einsatz eines Hybridsystems.

Dieses soll pro Einheit um die 100.000 US-Dollar kosten und die Energie nur an die Hinterachse abgegeben. Auf ein Allradsystem wurde bewusst verzichtet, um Kosten zu sparen. Als Chassisgrundlage sollen weiterhin die aktuellen LMP2-Chassis dienen. Diese sollen wie heuer üblich wieder ein herstellerspezifisches Aussehen erhalten. Die Homologation der DPi 2.0 beläuft sich auf fünf Jahre.

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„Warum sollten wir etwas ändern, was funktioniert? Keiner möchte auf einem weißen Papier starten, daher haben wir dazu entschieden mit dem jetzigen LMP2-Modell weiterzumachen“, erklärte Simon Hodgson, seines Zeichens Vizepräsident des Techniksausschusses der IMSA, gegenüber Sportscar365.

IMSA befürwortet auf weltweite Plattform für Prototypen

„Aktuell interessiert uns das Packaging des Fahrzeugs am meisten. Da in den aktuellen Chassis nicht ausreichend Platz für das Hybridsystem ist, werden die Autos wohl etwas länger werden. Aber wir legen großen Wert darauf, dass das günstig ist und einfach zu handhaben ist. Der Fokus liegt nicht auf dem reinen Performance-Gewinn“, führt Hodgson weiter aus.

An den Technikrunden haben alle gegenwärtigen Hersteller plus neun weitere Hersteller teilgenommen. Zu diesen neuen interessierten Autobauern zählen Ford, Lexus und zwei Marken der Volkswagen-Gruppe. Ebenfalls anwesend war der Technikbeauftragte des ACO: Thierry Bouvet.

Unterdessen hofft IMSA-Präsident Scott Atherton weiter auf eine gemeinsame, globale Prototypenplattform. „Ich sagte es bereits und sage es erneut. Es besteht Grund zur Hoffnung, dass es eine globale Lösung geben wird. Aber das ist keine neue Aussage von mir. Wir haben einen genauen Zeitplan bis 2022 und die Hersteller sind davon angetan. Wir befinden uns genau in der Spur und werden unser Ziel erreichen“, bericht Atherton gegenüber Sportscar365.