SRO: Aston Martin und Lamborghini liebäugeln mit GT2-Klasse

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Wird auf Basis des Vantage ein GT2 gebaut? | © Aston Martin Racing

Bislang steht einzig Porsche als Hersteller für die neu geschaffene GT2-Klasse fest. Lamborghini spielt seit einigen Monaten mit dem Gedanken an diese Wertung, sofern sie für ihren Huracán Super Trofeo ein Upgrade-Kit bringen dürfen. Nun hat auch Aston Martin seinen Hut in den Ring geworfen.

Vor etwa einem Jahr hat Stéphane Ratel bekannt gegeben, dass seine Motorsportorganisation die GT2-Klasse wiederbeleben möchte. Von diesen Plänen war Porsche schnell angetan und hat sich der Klasse verpflichtet. Auch Lamborghini bekundete früh Interesse.

Doch bei den Stieren steht eine offizielle Verpflichtung noch aus. „Wir haben unverändert einen Blick auf diese Wertung. Wir sind zwar nicht daran interessiert, ein neues Auto für die GT2-Klasse zu bauen. Doch falls wir durch ein Upgrade-Kit für unseren Huracán Super Trofeo an der GT2 teilnehmen können, sind wir bereit uns an der Klasse zu beteiligen,“ erklärte Motorsportdirektor Giorgio Sanna gegenüber Sportscar365. „Wir wollen unseren Kunden neue Möglichkeiten schaffen.“

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Bereits im Rahmen der 24 Stunden von Spa-Francorchamps findet das erste Rennen der GT2-Klasse statt. Jedoch werden hieran nur Porsche 911 GT2 RS Clubsport teilnehmen. Das erste Rennen mit mehreren Marken ist auf Ende September angesetzt, wenn der Blancpain GT Sports Club sein Rennen in Barcelona austrägt.

Laut Sanna sei eine Teilnahme Lamborghinis unrealistisch. „Wenn das technische Reglement feststeht, wollen wir ein zuverlässiges und konkurrenzfähiges Auto entwickeln. Dies nimmt Zeit in Anspruch. Außerdem wollen wir unsere Kunden bestmöglich an den Strecken betreuen. Dazu müssen wir unsere Ingenieure schulen und das Ersatzteilmanagement aufbauen.“

Aston Martin strebt Transformation zum GT2 an

Neben den beiden angesprochenen Herstellern plant auch Aston Martin eine Teilnahme an der GT2-Division. Der Hersteller habe nach Information von Sportscar365 weit fortgeschrittene Studien auf Basis der aktuellen Vantage-Generation erstellt.

„Das Gute an dem neuen Vantage ist, dass dieser verschiedene Motoren für die verschiedenen Klassen besitzt. Dies war bei der Vorgängergeneration nicht der Fall“, erklärt Motorsportdirektor David King unseren Kollegen von Sportscar365. „Wir haben mit dem Vantage eine Standardplattform geschaffen, mit der man ein GT3-Fahrzeug in ein GTE-Auto umwandeln kann. Selbiges erhoffen wir uns von unserem GT4, den wir in ein Cup- oder GT2-Auto umwandeln könnten.“

King hat dabei durchsickern lassen, dass eine Menge an bestehenden Kunden an der GT2-Klasse interessiert seien. Ein weiteres Einsatzgebiet des neuen Vantage könnte auch die SP8-Kategorie am Nürburgring sein. Hier könnte ein Fahrzeug eingesetzt werden, welches von der Performance zwischen der GT3 und GT4 angesiedelt ist, aber deutlich weniger als ein GT3-Derivat kostet. Ähnlich wie bei Lamborghini ist ein Einsatz in diesem Jahr unwahrscheinlich, jedoch wären Starts ab 2020 möglich.