VLN: Tesla entwickelt GT3-Sportwagen, SPX-Einsätze im Herbst

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Debütiert der Tesla Roadster GT3 noch in diesem Jahr? | © Tesla

Debütiert noch im Herbst dieses Jahres eine Tesla-Roadster-Rennversion auf der Nürburgring-Nordschleife? Denn der nordamerikanische Konstrukteur trägt sich mit der Absicht, einen GT3-Sportwagen zu fertigen. Zu Entwicklungszwecken stehe ein SPX-Einsatz in der VLN-Langstreckenmeisterschaft auf der Agenda.

Tesla steht im Begriff, einen GT3-Sportwagen zu entwickeln, welcher auf der Baureihe Roadster basiert. Technische Einzelheiten legte der Automobilhersteller aus den Vereinigten Staaten zur Stunde noch nicht offen, bekräftigte jedoch, bereits im Herbst dieses Jahres das Wettbewerbsdebüt des Elektrorenners durchzuführen. Erwägenswert sei ein SPX-Einsatz im letzten Saisondrittel der VLN-Langstreckenmeisterschaft.

Die Homologation eines GT3-Sportwagens, welcher mit einem Elektroantrieb anstelle eines Verbrennungsmotors ausgestattet ist, konfrontiert die Regelhüter allerdings mit der Herkulesaufgabe, die konzeptionellen Ungleichheiten abzumildern. Um die Nachteile hinsichtlich Leistung und Wirkungsgrad zu kompensieren, zieht das Veranstaltergespann am Ring darum in Betracht, den herkömmlichen SP9-Sportwagen qua Balance of Performance einen fünfprozentigen Leistungsbonus zuzuerkennen.

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Ungeachtet der organisatorischen Schwierigkeiten, eine hauseigene GT-Meisterschaft für Elektrofahrzeuge auszurichten, herrscht in der Tesla-Chefetage dennoch zukunftsfroher Optimismus – sogar im Falle eines Fehlschlags. „Falls das GT3-Projekt scheitert, schießen wir das Vehikel einfach gen Alpha Centauri und setzen Hans-Joachim Stuck auf den Fahrersitz“, schreibt Unternehmensleiter Elon Musk auf Twitter.

Während der Terminkalender der Electric GT Championship infolge der abermaligen Vertagung des Saisonauftaktes mit etlichen Fragezeichen gekennzeichnet ist, hat Tesla die erste Personalfrage bereits mit Gewissheit geklärt. Der bulgarische Nachwuchsathlet Pavel Lefterov – vornehmlich bekannt aus dem Audi Sport TT Cup – steht bereits als Pilot fest. Seinen Stallgefährten beim SPX-Erstauftritt muss Tesla noch benennen.

Frikadelli Racing droht mit Ausstieg

Derweil sind die arrivierten GT3-Teilnehmer nicht im Allergeringsten erpicht darauf, sich in Zukunft mit einem Tesla Roadster GT3 auf der Nordschleife des Nürburgrings messen zu müssen. „Elektroautos in der SP9-Klasse? Was kommt als nächstes? Vegane Frikadellen? Nach dem 24-Stunden-Rennen im übernächsten Jahr steigen wir definitiv aus“, spottet Fleischfabrikant Klaus Abbelen.

Zu harscheren Worten greift dahingegen Christian Menzel. „Mich interessiert der ganze Scheiß überhaupt nicht mehr“, wettert der Bewohner des Eifelaner Olymps. „Das ist eine Verarsche dem Fan gegenüber. Kommt ihr euch eigentlich nicht bescheuert vor? Wenn ein GT3-Fahrer vor mir fährt, der Sandbagging betreibt, will ich Tränen in den Augen haben, wenn der Motor völlig überfettet. Ich habe letztens von dem neuen Tesla GT3 erfahren. Wusste ich gar nicht. Ist mir aber auch scheißegal.“

Auch Urgestein Uwe Alzen tankt bevorzugt Benzin in seine Rennwagen. „Elektroautos sind nichts für Männer, sondern für Muschis“, höhnt Alzen, welcher sich just die komplette Matrix-Trilogie angeschaut hat und sich wundert, ob er die rote oder blaue Pille genommen hat. „Ich selbst hatte die Möglichkeit, zwei Elektroautos von einem Freund ausgiebig zu testen. Das waren Elektroautos, die im Moment den letzten Stand der Technik aufweisen. Und ich kann euch definitiv sagen, dass das Fahren im Elektroauto wenig mit realem Rennsport zu tun hat.“

Es kursieren gar Gerüchte, man könne der Tesla Roadster GT3 auf Autopilot stellen. „Also einen Tesla GT3 könnte sogar ein dressierter Affe fahren“, mokiert sich Sabine Schmitz, die nach jedem VLN-Samstag emsig Walter-Röhrl-Zitate auswendig lernt und ins arkadisch-kyprische Griechisch übersetzt. Verwirrung stiftet die Meldung wiederum in der Sprecherkabine. „Wer ist denn dieser Pavel Lefterov? Den Namen habe ich bis dato noch nicht gehört“, wundert sich Olli Martini.

Disclaimer: Die Personen des Artikels sind frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit tatsächlichen lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig.

Richtig: Die Schwierigkeit der technischen Umsetzung sowie die wirren Zitate ließen es bereits erahnen. Bei der Meldung über den Tesla Roadster GT3 handelte es sich selbstverständlich um einen Aprilscherz.

Aprilscherze der vergangenen Jahre