Laguna Seca 8: Ferrari gewinnt mit Distanzrekord

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HubAuto Corsa überrascht die Konkurrenz | © Dirk Bogaerts

Tim Slade, Nick Foster und Miguel Molina haben für Ferrari die Acht Stunden von Kalifornien gewonnen. Dieser Sieg für den einzigen 488 GT3 im Feld kommt für das Privatteam HubAuto Corsa überraschend. Mit einer spektakulären Leistung dominierten sie das Rennen und verwiesen Mercedes-AMG und Porsche auf die Plätze zwei und drei.

Ferrari hat die Acht Stunden von Kalifornien unerwartet in dominanter Manier gewonnen. Tim Slade, Nick Foster und Miguel Molina führten über die meiste Zeit das Rennen an und waren für die Konkurrenz auf dem Wüstenkurs an der US-Westküste nicht zu fassen. HubAuto Corsa aus Taiwan setzte den einzigen Sportwagen des italienischen Herstellers ein. Damit wurde die Siegesserie der letzten zwei Jahre von Audi gebrochen.

Auf die weiteren Podestplätze kamen Fahrzeuge von Mercedes-AMG und Porsche. Raffaele Marciello von GruppeM Racing verfolgte in der Schlussphase des Rennens den Australier Foster, konnte ihm jedoch nicht die entscheidenden Sekunden abnehmen. Romain Dumas, Mathieu Jaminet und Sven Müller von Park Place Motorsports erreichten den dritten Platz. Die Affalterbacher konsolidierten damit ihre Führung in der Hersteller- und Fahrerwertung.

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Der Sieg für die Ferrari-Mannschaft kommt recht überraschend. In Bathurst war das Team noch weit weg von der Spitzengruppe, in den Trainings von Laguna Seca setzte das Team jedoch erste Ausrufezeichen. In der Anfangsphase noch von einem kaputten Schlagschrauber gebremst, übernahm das Trio Slade, Foster und Molina zunehmend das Zepter. Durch das lediglich zwanzig Wagen starke Feld, jedoch besetzt mit fast ausschließlich Werksfahrern, war der Distanzrekord von 327 Umläufen ohne Safety-Car-Phase möglich.

Bestplatziertes Audi-Team wurde WRT auf Rang vier. Die Seriensieger der vergangenen Jahre hatten Schwierigkeiten, sich gegen die Konkurrenz zu behaupten. Für die überraschenden Polesitter von Honda endete das Rennen ebenso enttäuschend mit Rang dreizehn wie für die Nissan-Mannschaft KCMG. Bentley konnte keines der Autos in die Punkteränge bringen. Jules Gounon musste seinen Renner bereits nach knapp über einhundert Runden abstellen.