Daytona: 23 Besatzungen kämpfen um die GTD-Krone

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Wer ist der Favorit in der GTD-Wertung? | © IMSA

In keiner anderen Klasse fällt die Vorhersage so schwer wie in der GTD-Wertung. 23 Besatzungen stellen sich dem 24-Stunden-Sprintrennen. Dabei sind sowohl viele Modelle als auch viele Einsatzmannschaften neu in der Klasse. SportsCar-Info wirft den Blick auf die teilnehmerstärkste Wertung.

In der traditionell stark besetzten GTD-Division hat sich der Wettbewerb zur Saison 2019 weiter zugespitzt. Insgesamt 23 Fahrzeuge wurden für die Klasse der GT3-Boliden genannt. Von denen nahezu alle mindestens das Potenzial dazu haben, einen Podestrang zu erzielen. Doch es können letztlich nur drei auf dem Stockerl stehen.

Wer sind die Favoriten in der Klasse? Zu diesen zählen in jedem Fall die beiden Ferrari-Abordungen von der Scuderia Corsa und Spirit of Race. Bei der Scuderia Corsa nehmen an der Seite von Fahrzeugeigner Cooper MacNeil Toni Vilander, Jeff Westphal und Dominik Farnbacher Platz. Dieses Aufgebot könnte in dieser Konstellation auch in jeder Profi-Meisterschaft bestehen. Dennoch startet das Quartett in der Pro-Am-Klasse GTD. Ähnliches lässt sich von Spirit of Race behaupten. Paul Dalla Lana, Pedro Lamy, Mathias Lauda und Daniel Serra sind hier genannt. Bei beiden Ferrari-Einschreibungen hängt vieles von MacNeil und Dalla Lana ab. In der Theorie ist MacNeil der schnellere Herrenfahrer. Schaffen beide ein fehlerfreies Rennen, ist ein Besuch auf dem Podium mehr als möglich.

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Die härtesten Widersacher von Ferrari dürften aus dem VW-Konzern kommen. Alle drei Tochtergesellschaften (Audi, Lamborghini und Porsche) reisen mit Evomodellen oder kompletten Neuentwicklungen nach Florida. Insgesamt sind vier Audi R8 LMS Evo genannt und alle sind stark besetzt. Für Starworks Motorsport greifen Ryan Dalziel, Parker Chase, Christopher Haase und Ezequil Perez Companc ins Lenkrad. Für Moorespeed unter anderem Alex Riberas und Markus Winkelhock. Land-Motorsport bietet Christopher Mies, Dries Vanthoor und Daniel Morad auf. WRT vertraut auf Kelvin van der Linde und Frédéric Vervisch. Dazu hat Audi in Dubai beeindruckend gezeigt, dass der R8-Evo nicht nur an Speed gewonnen hat, sondern auch in der Fahrbarkeit und Zuverlässigkeit noch stärker geworden ist.

Gleiches gilt für das Schwesterfahrzeug. Gemeint ist der Lamborghini Huracán GT3 Evo. Auch die Italiener haben ihren GT3-Boliden verbessert. Und mit fünf Teilnehmern ist die Marke mit dem Stier quantitativ am besten vertreten. Hier ist vor allem mit Grasser Racing, die auf Mirko Bortolotti, Christian Engelhart, Rolf Ineichen und Rik Breukers vertrauen, zu rechnen. Ebenfalls stark besetzt ist der Lambo von Neukunden Magnus Racing. Andy Lally, Spencer Pumpellly und Marco Mapelli unterstützen Teambesitzer John Potter.

Den neuen Porsche 911 GT3 R wollen Herberth Motorsport, Park Place Motorsports, Pfaff Motorsports und Black Swan Racing würdig vertreten. Letztgenannte dürften dabei die größte Chance aus dem Porsche-Lager besitzen, ein Topresultat einzufahren. Dirk Werner, Matteo Cairoli und Marco Seefreid greifen Teambesitzer Timothy Pappas unter die Arme.

Nicht zu unterschätzen sind die beiden Mercedes-AMG GT3. Sowohl Riley Motorsports als auch P1 Motorsports haben drei jeweils drei pfeilschnelle Piloten im Gepäck. Eher die Außenseiterrolle werden Turner Motorsport mit seinem BMW M6 GT3 und AIM Vasser Sullivan, die neuerdings den Einsatz von Lexus stemmen, einnehmen.

Schwer einzuschätzen sind die beiden Acura NSX GT3 Evo von Meyer Shank Racing. Zwar agierte man in der Qualifikation beim Roar Before federführend (Ränge eins und drei), dennoch bleibt ein Restzweifel. Auf dem Papier ist die Besatzung rund um Mario Farnbacher und AJ Allmendinger stärker einzuschätzen als Christina Nielsen, Katherine Legge und Co. Zudem ist es der erste Auftritt des neuen NSX-Evo. Gelingt MSR eine problemlose Fahrt, dann kann es aufs Podest gehen.