Dubai 24: Siegertreppchen? Mittelfeld? Zielankunft?

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Glückt KCMG eine Überraschung? | © Kevin Pecks (1VIER.com)

Nissan: Mitfavorit oder Mittelfeld?

Bislang erfochten ausschließlich süddeutsche Konstrukteure den Triumph bei der Kraftprobe zur Jahresbeginn. Diese statistische Monotonie liegt auch in dem zaghaften Engagement anderer Hersteller beschlossen. Auch Nissan zauderte während der zurückliegenden Dekade, eine gesamtsiegfähige Abordnung in die Wüste Arabiens zu delegieren, um sich in die Liste der Bestplatzierten einzutragen.

Stattdessen fokussierte sich Nissan zumeist auf seine GT-Akademie, welche an verschiedenen Wertung beim Ein-Tages-Rennen in Dubai teilnahm. Allein in der Saison 2015 startete die Marke aus Yokohama auch in der Spitzenklasse musste sich allerdings im Endklassement mit der gesamtfünfzehnten Position bescheiden. Im letzten Jahr war der Nippon-Konstrukteur gar nicht in am Persischen Golf zugegen.

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Am kommenden Wochenende repräsentiert wiederum das chinesischen KCMG-Gespann den fernöstlichen Automobilbauer mit zwei Besatzung im zweitgrößten Emirat. Obendrein hat sich KCMG in der Profiklasse eingeschrieben. Wächst dem Konstrukteur also – unbeschadet der gescheiterten Offensive auf den Straßen Macaos – zumindest die Rolle des Mitfavoriten zu? Jain. Die heterogene Zusammensetzung des Fahrerkaders könnte der Nissan-Equipe zum Nachteil gereichen.

Personell stärker besetzt ist das Ensemble mit der Startnummer dreiundzwanzig. Alexandre Imperatori und Oliver Jarvis sind fraglos in der Lage, mit der Führungsgruppe des Teilnehmerfeldes zu konkurrieren – auch Philipp Wlazik hat schon Erfahrungen im Langstreckensport gesammelt. Demgegenüber bestritt Edoardo Liberati bisher großenteils Sprintrennen in Markenpokalen und der asiatischen SRO-Serie. Vielleicht gelingt aber ein Überraschungscoup. Podium?

Die Zugpferde des zweiten Gespann sind die japanischen Sportwagenspezialisten Katsumasa Chiyo und Tsugio Matsuda, welche ebenfalls in der Lage sind, Akzente zu setzen. Allerdings sind auch zwei Pro-Am-Piloten an Bord: Joshua Burdon und Shaun Thong. Zudem haben die Regelaufseher Andrea Gagliardini nur als Amateur eingestuft. Höchstwahrscheinlich bewegt sich das Quintett im Mittelfeld. (Maximilian Graf)