Nordschleife: „Ich dachte, nach der Kuppe geht es geradeaus”

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Um die Nordschleife ranken sich Mythen und Geschichten | © Ralf Kieven (1VIER.COM)

Um die Nordschleife des Nürburgrings ranken sich zahlreiche Mythen und Geschichten. Bei Fahrern sorgt sie gleichermaßen für Verzückung und Schrecken. So wundert es nicht, dass sich über die Jahre immer wieder Protagonisten zu Wort meldeten und ihre Meinung über den Eifelaner Parcours zu Protokoll gaben.

Der BMW-Werksfahrer Andy Piaulx attestierte 2011 in der Dokumentation One Team One Target: „If you can conquer the Nürburgring, you can conquer anything.” Walter Röhrl soll gesagt haben: „Für alles über acht Minuten auf der Nordschleife ziehe ich keinen Helm auf.”

Ein Name steht aber besonders für die Faszination und den Schrecken, den das Asphaltband in der Vulkaneifel versprüht: Niki Lauda. Sein Feuerunfall markierte den größten Wendpunkt in der Geschichte der Strecke. In der Folge fand der Große Preis von Deutschland nicht mehr auf dem 20 832 Meter langen Traditionskurs statt. Jahre später blickte er in der auto motor sport zurück: „Die gefährlichste Strecke, die es je gab, war der alte Nürburgring. Aber er war so geil zum Fahren […].”

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Jackie Steward, der den Begriff Grüne Hölle prägte, wird das Zitat „Wer dir unmittelbar nach einem Rennen sagt, er liebt die Nordschleife, der lügt.“, zugeschrieben. Keke Rosberg hingegen meinte 1992 in der sport auto: „Als Familienvater bin ich eigentlich gegen die Nordschleife. Als Rennfahrer absolut dafür.“

Besonders unterhaltsam wurde immer, wenn es darum ging, einen Abflug zu erklären. So schilderte Robby Unser beim 24-Stunden-Rennen im Jahr 1991 nach seinem Ausfall: „Ich dachte, nach der Kuppe geht es geradeaus.“ Peter Schetty dagegen fühlte sich 1970 wie ein Waldarbeiter, als seinen Ferrari beim Training zum Tausend-Kilometer-Rennen verlor: „Ich habe mich mit dem Wagen gedreht, bin links raus und habe drei Fichten gefällt.“