Daytona: IMSA nimmt viele Änderungen an der BoP vor

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Unter anderem der M8 profitiert von der neuen BoP | © IMSA

Die IMSA hat die Balance of Performance in allen Kategorien erheblich überarbeitet. Die DPi-Wertung erhält mehr Leistung, wohingegen die LMP2-Klasse ein wenig eingebremst wird. Auch bei den GT-Fahrzeugen wurden viele Änderungen vorgenommen.

Bereits kurz nach dem Jahreswechsel stehen in Florida die ersten offiziellen Testfahrten auf dem Programm. Am 4. Januar 2019 beginnt das dreitägige Roar Before in Daytona. Zu dem offiziellen Test vor der Saison haben sich 47 Teilnehmer angemeldet. Nun haben die Veranstalter die Balance of Performance für das Event präsentiert. Dabei beziehen sich alle Änderungen auf die Balance of Performance, die bei der diesjährigen Ausgabe der 24 Stunden von Daytona benutzt wurde.

In der DPi-Wertung dürfen Acura, Cadillac und Mazda zehn Kilogramm ausladen. Nissan erhält eine Gewichtsreduzierung von fünf Kilogramm. Dazu wurden die Restriktoren bei Cadillac um 0,3 Millimeter vergrößert und die maximale Drehzahl auf 7600 Umdrehungen angehoben. Acura und Nissan dürfen jeweils den Ladedruck im mittleren und hohen Drehzahlbereich erhöhen. Bei Mazda wurde die Höchstdrehzahl von 8600 Umdrehungen auf 9300 angehoben. Zusätzlich erhalten beide RT24-P eine völlig neue Ladedruckeinstellung.

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Die weiteren Änderungen in der DPi-Wertung betreffen die Aerodynamik und das Tankvolumen. Bei der Aerodynamik dürfen Acura und Mazda andere Setups fahren. Aber auch das Tankvolumen wurde angepasst. So bekommen Mazda und Cadillac drei Liter mehr Sprit, Nissan zwei. Nur Acura muss den Tank um zwei Liter reduzieren.

Damit das Delta zwischen DPi und LMP2 groß genug ist, wurden die LMP2-Fahrzeuge etwas verlangsamt. Dabei wurde das Gewicht um zehn Kilogramm erhöht, die Höchstdrehzahl um 500 Umdrehungen auf 8250 Umdrehungen die Minute verringert und das Tankvolumen um fünf Liter reduziert. Darüber hinaus wurde die minimale Nachfüllzeit um vier Sekunden angehoben.

Leistungsplus für BMW und Porsche

In der GTLM-Klasse blieb einzig die Corvette C7R GTE unangetastet. Mit mehr Leistung werden BMW und Porsche ausgestattet. Die M8 GTE wurden zwanzig Kilogramm leichter gemacht und erhalten mehr Ladedruck im mittleren und oberen Drehzahlbereich. Die Porsche 911 RSR werden zehn Kilogramm leichter und dürfen mit 0,7 Millimeter vergrößerten Luftmengenbegrenzern fahren. Auf der anderen Seite wurden Ferrari und vor allem Ford gezügelt. Während die Roten fünf Kilogramm Zusatballast bekommen, werden die GT zwanzig Kilo schwerer und der Ladedruck nach unten angepasst.

In der Riege der GT3 hat nur Mercedes-AMG seine 2018er-BoP behalten. Der BMW M6 GT3 und der Ferrari 488 GT3 wurden um 20 Kilogramm erleichtert. Um dieselbe Maße wurde der Lexus RC-F GT3 erschwert. Dafür wurde der Restriktor bei Toyotas Edelmarke um zwei Millimeter vergrößert. Das springende Pferd muss mit etwas verringertem Ladedruck im mittleren und hohen Drehzahlbereich starten.

Des Weiteren haben die Evo-Modelle von Acura, Audi, Lamborghini und Porsche ihre Ersteinstufungen erhalten. Der NSX wird zehn Kilogramm schwerer und bekommt etwas weniger Ladedruck zugestanden. Die Weiterentwicklung des R8 wird um zwanzig Kilogramm erschwert, darf dafür einen größeren Restriktor verwenden. Der neue Huracán erhält fünf zusätzliche Kilogramm. Zu guter letzt hält der neue Porsche sein Gewicht von 1285 Kilogramm und darf mit zwei Restriktoren a dreiundvierzig Millimetern starten. Dies ist ein Plus von drei Millimetern.