VLN: ILN beanstandet die vorläufige Ausschreibung für die Saison 2019

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Die ILN erwartet signifikante Kostensteigerungen für Teilnehmer | © 1VIER.COM

Mit der vorläufigen Ausschreibung für 2019 ist die VLN nicht überall auf positive Rückmeldungen gestoßen. Die ILN, eine Gemeinschaft der Teilnehmer, kritisiert in einer Mitteilung die gestiegenen Kosten bei gleichzeitiger Verringerung der Werbeflächen pro Fahrzeug. Außerdem sehen sie Änderungen am technischen Reglement kritisch.

Die Interessengemeinschaft Langstrecke Nürburgring (ILN) hat auf die vorläufige Ausschreibung der VLN 2019 reagiert. Es werden die Erhöhung der Nenngelder für viele Klassen, die Einführung weiterer Werbeflächen für Pflichtsponsoren und Änderungen im technischen Reglement beanstandet. Die ILN adressiert in einer Mitteilung ihre Vorbehalte an die Veranstalter und hofft auf eine Änderung der Ausschreibung.

Erster Kritikpunkt sei die Erhöhung der Nenngelder und anderer Pflichtabgaben. Diese stiegen im Schnitt um 24 bis 26 Prozent. Eine Senkung erfolge hingegen nur in wenig frequentierten Klassen. „Das sind Kostenhürden, die immer mehr Teilnehmer nicht überwinden können“, stellt der Vorsitzende Martin Rotorius klar.

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Um die höheren Kosten ausgleichen zu können steigt für die Mannschaften oder Fahrer der Bedarf an Sponsorengeldern. Allerdings macht die ILN auch hier ein Problem aus. Ab 2019 sind über den hinteren Radkästen Flächen für einen Pflichtsponsor reserviert. Dies gefährde das Geschäftsmodell viele Teilnehmer.

Darüber hinaus müssten alle Teilnehmer einen Energiekostenbeitrag für Reifenheizdecken zahlen, selbst wenn diese keine benutzten. Auf der sportlichen Seite dürften im kommenden Jahr keine Arbeiten an den Fahrzeugen mehr im unmittelbaren Umfeld des Tankstutzens durchgeführt werden. Dies bevorzugt Teilnehmer, welche ein Auto mit Tankstutzen in der Mitte haben, die ungeachtet dessen die Reifen wechseln könnten.

„Nach den zuvor geführten Gesprächen hatten wir den Eindruck, diese seien sehr konstruktiv verlaufen. Doch bereits das Angebot der VLN, die ILN vor der Veröffentlichung des vorläufigen Reglements zu konsultieren, wurde nicht erfüllt – dabei hätten viele Probleme, die nun entstanden sind, hierdurch schon im Vorfeld gelöst werden können“, stellt Rotorius die Kritik in Richtung VLN dar.