Schanghai: Toyota siegt erneut, Wetter verhindert regulären Ablauf

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Toyota bleibt Dauersieger der Supersaison | © Toyota Motorsport GmbH

Toyota hat bei den Sechs Stunden von Schanghai einen weiteren Doppelerfolg davongetragen. Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López holten den zweiten WM-Laufsieg in Folge. Unterdessen verhinderten Niederschläge einen regulären Ablauf während der ersten Hälfte: Das Safety Car befand sich im Dauereinsatz.

Die Toyota-Werksmannschaft hat auch im Reich der Mitte die Siegerallee nicht verlassen. Bei den Sechs Stunden von Schanghai hat der Konstrukteur aus Japan einen weiteren Zweifacherfolg davongetragen. Dabei errangen Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López den zweiten Laufsieg en suite, wohingegen die Stallgefährten Sébastien Buemi, Fernando Alonso und Kazuki Nakajima mit dem Silberrang vorliebnehmen mussten.

Unterbrechungsloser Starkregen in der Metropolregion Schanghai verunmöglichte allerdings zu Anfang eine reguläre Durchführung der Wettfahrt. Nach einem Start hinter dem Safety Car schwenkten die Sportwarte bereits nach wenigen Umläufen die rote Flagge, welche die Streckenposten im Fortgang der ersten Rennhälfte nochmals ausrollen mussten. Zudem rückte mehrfach das Sicherungsfahrzeug aus, weshalb die Wettbewerber während der ersten drei Stunden bloß zehn Umläufe unter Grün absolvierten.

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Den dritten Platz erstritt SMP Racing. Michail Petrowitsch Aljoschin, Witali Alexandrowitsch Petrow und Jenson Button erklommen die unterste Stufe des Stockerls. Namentlich Letzterwähnter leistete auf nassem Asphalt verschiedentlich Widerpart gegen die Toyota-Übermacht, unterlag letzten Endes allerdings aussichtslos. Demgegenüber schlug das Aufbegehren von Rebellion Racing nach verheißungsvoller Qualifikation fehl.

Schon in der Einführungsrunde verunfallte Thomas Laurent auf rutschiger Piste und schlug mit seinem R13-Gibson-Prototyp in die Leitplanke ein, was die helvetische Equipe ins Hintertreffen beförderte. Letztlich kreuzten Laurent, Mathias Beche und Gustavo Menzes die Ziellinie mit drei Runden Rückstand an fünfter Stelle. Die Teamkollegen Bruno Senna, André Lotterer und Neel Jani wurden indes Gesamtvierte.

Jackie Chan DC Racing gewinnt Heimspiel

In der LMP2-Liga feierte Jackie Chan DC Racing einen Heimsieg beim Gastspiel in Ostchina. Den Erfolg reklamierten schlussendlich Ho-Pin Tung, Gabriel Aubry und Stéphane Richelmi für sich. Position zwei belegten die Oreca-Markenkollegen von DragonSpeed. Anthony Davidson, Pastor Maldonado und Roberto González erblickten die schwarz-weiß karierte Flagge mit einem sechzehnsekündigen Rückstand.

Derweil erfocht Aston Martin seinen ersten Klassensieg in der Supersaion. Marco Sørensen und Nicki Thiim streckten die Siegertrophäe empor, welche somit zugleich den Ersterfolg für den neuen Aston Martin Vantage AMR GTE verbuchten. Das Podium vervollständigte die Porsche-Werksabordnung. Im innerbetrieblichen Zweikampf setzten sich Richard Lietz und Gianmaria Bruni gegenüber Michael Christensen und Kévin Estre durch.

In der GTE-Am-Riege errang die Porsche-Abordnung einen Dreifachtriumph. Obenauf: Dempsey-Proton Racing. In der Podestmitte jubelten Christian Ried, Julien Andlauer und Matt Campbell, während die Teamkollegen Matteo Cairoli, Khaled Al Qubaisi und Riccardo Pera die Bronzemedaille erkämpften. Dazwischen platzierten sich die Markenkollegen des Teams Project 1: Jörg Bergmeister, Patrick Lindsey und Egidio Perfetti.

Die Langstrecken-WM begibt sich nun in eine mehrmonatige Winterpause, ehe das Tausend-Meilen-Rennen von Sebring am dritten Märzwochenende die Supersaison fortführt. Anschließend gastiert die FIA World Endurance Championship am ersten Maiwochenende abermals auf dem Circuit de Spa-Francorchamps im Ardenner Wald. Das Schlussakt findet schließlich in Le Mans beim 24-Stunden-Rennen statt.