VLN und N’ring 24: PROsport Performance plant mittelfristig SP9-Einsätze

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PROsport Performance nimmt auch die Nordschleife ins Visier | © Ralf Kieven (1VIER.com)

PROsport Performance trägt sich mit der Absicht, sein GT3-Engagement mit Aston Martin mittelfristig auszuweiten. Nach dem ADAC-GT-Masters-Einstieg ständen ebenso Einsätze auf der Nürburgring-Nordschleife auf dem Fahrplan – allerdings frühestens im übernächsten Jahr.

Unmittelbar nach der Bekanntmachung, mit der Marke Aston Martin ins ADAC GT Masters einzusteigen, lässt PROsport Performance hervorscheinen, seine geplante Unternehmung mittelfristig auszuweiten. Zur Diskussion stehe demzufolge eine Teilnahme am 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring sowie ein Programm in der VLN-Langstreckenmeisterschaft, welches sich nicht bloß in einigen Vorbereitungseinsätzen erschöpft.

Ein Start beim eintägigen Wettbewerb in der Vulkaneifel während der Premieresaison mit dem Aston Martin Vantage AMR GT3 schließt PROsport Performance allerdings aus. „Für die diesjährige Ausgabe des Klassikers ist es aus unserer Sicht eindeutig zu früh“, meint Team-Manager Steve Buschmann gegenüber GT-Eins.de. Nach seinem Dafürhalten benötige eine Mannschaft etwa zwölf Monate, um sich für die Kraftprobe am Ring zu wappnen.

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„Das heißt, man muss unmittelbar nach den vierundzwanzig Stunden damit beginnen, die nächstjährige Ausgabe vorzubereiten“, kehrt Buschmann hervor, welcher die Vorgehensweise anderer Hersteller, die nicht im Süden Deutschlands ansässig sind, als mehr oder minder aussichtslos betrachtet. „Gegen die fundierte Vorbereitung von Porsche oder Audi hat man mit solch einer Strategie keinen Stich.“

Sporadische Einsätze im Frühjahr genügten schlichtweg nicht, um sich adäquat vorzubereiten. „Es gibt eine Reihe von nicht-deutschen Herstellern, die immer noch der Meinung sind, dass es ausreicht, ein bis zwei Rennen im Vorfeld der vierundzwanzig Stunden am Ring zur Vorbereitung zu absolvieren, um dann im Rennen mit etwas Glück eine Chance auf den Sieg zu haben“, erläutert Buschmann. „Das ist natürlich illusorisch.“

Buschmann: „Wir sind diesbezüglich mit Aston bereits im Gespräch“

Gleichwohl: In der zurückliegenden Saison machte sich die Aston-Martin-Werksmannschaft zumindest daran, erstmals das Stockerl beim vierundzwanzigstündigen Wettstreit auf dem Eifelaner Traditionskurs zu erklimmen. Letztlich musste sich die Prodrive-Delegation jedoch mit dem vierten Rang bescheiden. Maxime Martin, Nicki Thiim, Darren Turner und Marco Sørensen kreuzten die Ziellinie mit einer Runde Rückstand auf die Gesamtsieger.

Ehe sich PROsport allerdings diesem Vorhaben zuwendet, wolle die Equipe aus Wiesemscheid vorderhand die Einzelheiten mit Aston Martin abstimmen und Erfahrungen mit dem GT3-Sportwagen sammeln. „Wenn wir uns entschließen sollten, mit Aston Martin als Partner die vierundzwanzig Stunden anzugehen, wird dies also erst frühestens 2020 der Fall sein. Wir sind diesbezüglich mit Aston bereits im Gespräch“, fügt Buschmann hinzu.

Unterdessen unternahm Aston Martin mit seinem neuen GT3-Modell bereits eine erste Probefahrt unter der Wettbewerbsbedingungen. Ungeachtet der Restriktionen durch das SPX-Regularium erfochten Maxime Martin und Darren Turner beim Barbarossapreis sogar den gesamtvierten Rang. Zuvor erzielte die Aston-Martin-Abordnung die schnellste Rundenzeit in der Qualifikation, musste das Rennen allerdings reglementmäßig vom Ende der ersten Startergruppe beginnen.