IMSA: Regelhüter verabschieden 2019er-Regelwerk, potenzielle GTD-Einstieger

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Ab kommender Saison ist die DPi-Klasse die Spitzenwertung | © Dan Burke

Die Verantwortlichen der IMSA haben das Regelwerk zur kommenden Saison verabschiedet. Die Kernpunkte sind die Separierung von DPi und LMP2 sowie die Einführung des GTD-Sprintcups. Dazu schielen mehrere namhafte GT3-Mannschaften auf die GTD-Wertung. Und Core Autosport hält der LMP2-Wertung die Treue. Ein Nachrichtenspiegel.

IMSA verabschiedet 2019er-Regelwerk

Was die IMSA bereits im August verkündet hat, ist nun offiziell verabschiedet. Die DPi-Fahrzeuge und die LMP2-Prototypen starten ab 2019 in unterschiedlichen Klassen. Dabei bildet die LMP2-Wertung die zweite Pro-Am-Wertung der IMSA SportsCar Championship. Die andere Pro-Am-Kategorie ist die GTD-Klasse.

Jede LMP2- und GTD-Einschreibung benötigt fortan mindestens einen Silber- oder Bronzefahrer. Die Gentlemenfahrer müssen die Qualifikation bestreiten und auch das Rennen beginnen. Amateure aus der GTD-Wertung erhalten eine extra Trainingseinheit vor der Qualifikation. Für die Zwölf Stunden von Sebring, dem Petit Le Mans und den Sechs Stunden von Watkins Glen benötigt jede Nennung mindestens drei Piloten, wovon nur einer den Status Gold oder Platin innehaben darf. Für die 24 Stunden von Daytona schreibt das Regelwerk vier bis fünf Piloten vor. Entweder starten die Mannschaften mit einem Platinpiloten oder zwei Gold-Fahrern.

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Auch die Testtage wurden reduziert. LMP2- und GTD-Mannschaften dürfen nur vier private Probefahrten unternehmen. Teilnehmer aus den professionellen Klassen GTLM und DPi dürfen acht private Testtage bestreiten. Darüber hinaus bildet das Roar before aus Daytona die einzige offizielle Testveranstaltung der IMSA.

Erste LMP2-Nennungen

Die Vizemeister der IMSA SportsCar Championship treten auch 2019 mit einem Oreca-07-Prototyp an. Die Fahrerfrage hat Core Autosport allerdings nicht beantwortet. Es darf davon ausgegangen werden, dass Teamchef Jonathan Bennett die Rolle des Gentlemanfahrers weiter ausübt.

Auch Performance Tech Motorsports möchte weiter mit seinem Oreca 07 an der Sportwagenmeisterschaft teilnehmen. Die Truppe musste aufgrund mehrerer schwerer Unfälle die Saison auf sechs Wertungsläufe verkürzen. Zudem mussten die Mannen von Teamchef Brent O’Neill den plötzlichen Tod von Chefmechaniker Frankie Parzych verkraften.

Unterdessen nimmt DragonSpeed an den kommenden 24 Stunden von Daytona teil. Der Rennstall aus der Langstrecken-WM hat einen Oreca 07 für den Langstreckenklassiker genannt. Nicolas Lapierre, Ben Hanley und Henrik Hedman sind bislang als Fahrer bestätigt. Weitere LMP2-Mannschaften, die an einem Start in Florida interessiert sind, sind Panis-Barthez Compétiton, Inter Europol Competition und das Team RLR.

Flying Lizard Motorsports steht vor GTD-Rückkehr

Flying Lizard Motorsports kehrt offenbar 2019 in die IMSA SportsCar Championship zurück. Der kalifornische Traditionsrennstall geht nach Information von Sportscar365 wahrscheinlich eine Partnerschaft mit McLaren ein. Als Einsatzgebiet soll der neu geschaffene Sprintcup fungieren. Dort sollen bis zu zwei McLaren 720S GT3 eingesetzt werden. 2014 bestritt Flying Lizard zuletzt eine vollwertige Saison in der IMSA.

Aber auch das Team Akka-ASP liebäugelt mit dem neuen Sprintcup. Teamchef Jerome Policand erwähnte gegenüber Sportscar365, dass er gerne an den 24 Stunden von Daytona teilnehmen würde. Dies soll noch nicht 2019 geschehen. Stattdessen wollen die Mannen von Policand an einigen Sprintrennen teilnehmen, um erste Erfahrung in der IMSA zu sammeln.

AIM Vasser Sullivan bestätigt Jack Hawksworth

Lexus neue Einsatzmannschaft hat den ersten Piloten für die kommende Saison bestätigt. Jack Hawksworth, der seit zwei Jahren für Toyotas Luxusmarke startet, gehört auch 2019 zum Fahrerkader. Die restlichen drei Cockpitplätze sind noch offen.

Meyer Shank Racing nennt Frauenteam

Acuras GTD-Truppe von Meyer Shank Racing wird 2019 mit einer reinen Frauenmannschaft starten. Die Vizemeisterin Katherine Legge bestreitet mit Jackie Heinricher die gesamte Saison auf einem NSX GT3. Für die Langstreckenrennen stoßen Ana Beatriz und Simona de Silvestro hinzu.