ADAC GT Masters: Peter Zakowski einigt sich mit DMSB-Sportgericht auf Vergleich

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Peter Zakowski steht für 2019 im Abseits | © Manfred Muhr

Das Sportgerichtsverfahren im Fall Zakspeed nach der ADAC-GT-Masters-Runde auf dem Sachsenring 2017 ist abgeschlossen. Auch wenn die Schuld nicht eindeutig festgestellt werden konnte, muss Teamchef Peter Zakowski eine Zahlung von 50.000 Euro leisten.

Rund ein Jahr nach der Disqualifikation der beiden Mercedes-AMG-Sportwagen des Teams Zakspeed nach den Rennen des ADAC GT Masters auf dem Sachsenring 2017 ist das Urteil gefallen. Peter Zakowski hat sich mit dem DMSB-Sportgericht auf einen Vergleich geeinigt. Er muss 50.000 Euro Geldstrafe bezahlen und die Rennlizenz des AMG-Teams ist für das Jahr 2019 sportlich gesperrt. Die Schuldfrage konnte nicht abschließend geklärt werden.

Grundlage für den Vergleich war ein Gutachten des fraglichen Steuergeräts der Firma Bosch. In der technischen Nachuntersuchung der beiden Mercedes-AMG GT3, welche die beiden Rennen in Hohenstein-Ernstthal dominiert hatten, war in bestimmten Drehzahlbereichen eine abweichende Einstellung der Nockenwelle festgestellt wurden.

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Während der Beweisaufnahme wurde festgelegt, dass die Kennfelder, welche bei der FIA hinterlegt sind – nicht jene, die Mercedes-AMG an Bosch übermittelte – ausschlaggebend sind. Die Werte waren abweichend zu den Gemessenen der beiden Zakspeed-Autos. Jedoch konnte auch das Sportgericht nicht feststellen, wer die Manipulation vorgenommen hatte. Team und Hersteller beschuldigten sich gegenseitig.

Dies abschließend festzustellen hätte bedeutet, dass die Affalterbacher den Quellcode ihrer Motorsteuerung hätten offenlegen müssen. Das sei jedoch in keinem Verhältnis zum Aufwand gewesen. Daher akzeptierte Zakowski den Vergleich, bestätigte gegenüber den Medien jedoch auch, dass das Team weiterhin an den Start gehen werde.

Nach der Disqualifikation hatten beide Parteien den Werksvertrag gegenseitig aufgelöst. Das Team Zakspeed war auch schon 2018 als reines Kundenteam an den Start gegangen und hatte mit zwei Autos den achten Rang in der Teamwertung geholt. Da dies eine andere Bewerbung sei, sei der Rennbetrieb gesichert, so Zakowski.