VLN: GetSpeed Performance rechtfertigt Cup-2-Protest vor „klarem Hintergrund“

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GetSpeed Performance protestierte beim VLN-Viertelfinale gegen Mühlner Motorsport | © 1VIER.COM

Nach dem Reinoldus-Langstreckenrennen hatte GetSpeed Performance einen Doppelprotest gegen Mühlner Motorsport eingelegt, welchen die Regelwächter allerdings zurückwiesen. In einer Stellungnahme rechtfertig das Porsche-Gespann seine Vorgangsweise beim drittletzten VLN-Lauf.

In einer Kurzmitteilung hat GetSpeed Performance seinen abermaligen Protest gegen Mühlner Motorsport in der VLN-Langstreckenmeisterschaft gerechtfertigt. Nach dem Reinoldus-Langstreckenrennen am vergangenen Wochenende zog der Meuspather Rennstall die Regelkonformität zweier Cup-2-Neunelfer der Konkurrenten in Zweifel, jedoch wiesen die zuständigen Technikkommissare die Beschwerde zurück.

Nichtsdestoweniger sei der Protest gegen Mühlner Motorsport vor einem „klaren Hintergrund“ erfolgt, betont Fahrzeug- und Kundendienstleiter Thomas Lennackers in einer Stellungnahme. Es existiere ein Reglement, welches einen „fairen und ebenbürtigen Wettbewerb“ sicherstellen solle. „Teams, die sich ebendiesem Wettbewerb stellen, sollten daher auch die Grundlage dieses Reglements beherrschen und im Sinne der notwendigen Fairness zwingend umsetzen“, kehrt Lennackers hervor.

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Warum erhob GetSpeed Performance also Einwände gegen vor Vorgehensweise von Mühlner Motorsport? Gemäß der Darstellung des Porsche-Gespanns habe Mühlner Motorsport unerlaubterweise Sicken und die GPS-Antenne abgeklebt. Der Protest richtete sich nicht nur gegen den siegreichen Porsche 911 GT3 Cup, den Marcel Hoppe, Moritz Kranz und Tim Scheerbarth pilotierten, sondern auch gegen das drittplatzierte Schwesterauto von Michael Heimrich, Jean-Louis Hertenstein und Arno Klasen.

Lennackers: „Ob es ein Wettbewerbsvorteil ist, kann jeder für sich entscheiden“

In welchem Maße die Modifikationen an den Elfern Mühlner Motorsport zum Nutzen gereichten, überlässt GetSpeed Performance wiederum der Interpretation. „Ob es nun ein Wettbewerbsvorteil ist oder nicht, ob ein kleiner Flick oder Gurney am Heckspoiler genauso wirkungslos sind wie das Abkleben von breiten Sicken oder abstehenden Gegenständen, um die Aerodynamik eins Fahrzeugs zu optimieren, kann jeder für sich selbst entscheiden“, meint Lennackers.

Aufgrund der Dimension des Starterfelde seien die Regelwächter darüber hinaus außerstande, sämtliche Regelverstöße aufzudecken, weshalb die Teilnehmer mitunter Selbstkontrolle ausüben müssten. „Aufgrund der hohen Anzahl der verschiedenen Klassen und des sehr komplizierten VLN-Reglements, ist es den VLN-Kommissaren eben nicht möglich, jedes einzelne Fahrzeug entsprechend zu prüfen“, erklärt Lennackers.

Fernerhin liege die Entscheidung, Protest gegen Mühlner Motorsport einzulegen, in der Vorgeschichte mit den Rivalen beschlossen. Demnach habe die belgisch Porsche-Equipe bei der voraufgehenden Veranstaltung auf der Nordschleife des Nürburgrings angedroht, Protest zu erheben, weil GetSpeed Performance den Aufkleber des Seriensponsors H & R nicht vorschriftsmäßig positionierte habe.