Laguna Seca: Nissan triumphiert bei wildem Favoritensterben

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Nissan siegte in Laguna Seca | © Dan Burke

Extreme Speed Motorsports siegte beim Halbfinale der IMSA SportsCar Championship in Laguna Seca. Pipo Derani und Johannes van Overbeek behielten in einem tumultartigen Rennen den kühlsten Kopf. BMW gelang derweil der zweite Sieg in Folge und Acura feiert wichtigen Sieg in der GTD-Division.

Die Piloten der IMSA SportsCar Championship haben sich offenbar vom sonntäglichen Lauf des ADAC GT Masters auf dem Sachsenring inspirieren lassen. Anders lässt sich die Fahrweise im gesamten Feld nicht erklären. Einen fehlerfreien Job machten dabei die beiden Nissan-Fahrer Pipo Derani und Johannes van Overbeek, welche mit dem Gesamtsieg belohnt wurden. Platz zwei ging an CORE Autosports. Hierfür waren Jon Bennett und Colin Braun verantwortlich. Dane Cameron und Juan Pablo Montoya rundeten für das Acura Team Penkse das Podest ab.

Noch vor dem Fallen der Startflagge löste Mikhail Goikhberg eine folgenschwere Massenkarambolage aus. Dabei agierte der Kanadier völlig übermotiviert und fuhr den Meisterschaftszweiten von Action Express Racing ins Heck und drehte diese auf der Start-Zielgeraden um. Weder Dirk Müller im Ford GT noch Nick Tandy im Porsche 911 RSR konnten João Barbosa ausweichen und rasten in den Cadillac DPi-V.R. Glücklicherweise blieben alle Akteure unverletzt.

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Auch beim zweiten Startversuch krachte es gewaltig. Dieses mal allerdings weiter hinten im Feld. Kyle Marcelli büßte beim Herausbeschleunigen aus der letzten Kurve die Kontrolle über seinen Lexus RC-F GT3 ein. Sowohl Bill Auberlen im Turner-BMW als auch Justin Marks im Acura NSX GT3 konnten im dichten Staubnebel nicht ausweichen. Für Auberlen und Marcelli ging die Reise weiter, während Marks seinen Acura mit gebrochenen Chassis abstellen musste. Der nächste Aufreger ereignete sich im Rahmen der dritten Safetycar-Phase. Goihkberg und Scott Sharp waren sich nicht über die Vorfahrt einig. Aus diesem Grund fuhren sie sich über eine Runde lang in das jeweils andere Auto.

Danach beruhigte sich die Fahrweise etwas, dafür stieg die Anzahl an technischen Defekten. Unbeeindruckt davon fuhren Derani und van Overbeek, weshalb sie mit dem Gesamtsieg belohnt wurden. Auch CORE Autosports und das Acura Team Penske leisteten sich keine groben Schnitzer.

Dagegen vertändelte Mazda den nächsten möglichen Sieg. Der Mazda RT24-P von Oliver Jarvis sprang im Rahmen eines Boxenstopps in Führung liegend nicht mehr an. Durch dieses Malheur verlor man zwei Runden. Jarvis Teamkollege Harry Tincknell führte bis vierunddreißig Minuten vor dem Ende das Halbfinale an. Jedoch drehte sich Tincknell nach einem Kontakt mit dem Oreca von AFS/PR1 Mathiasen Motorsports hinaus. Immerhin rettete Tincknell den vierten Rang ins Ziel. Auf Position kamen die Tabellenführer Eric Curran und Felipe Nasr in Ziel.

Die amtierenden Meister von Wayne Taylor Racing mussten nach neunzig Minuten die Segel streichen, als das Getriebe im familieneigenen Cadillac versagte. Auch der zweite Nissan-DPi und der zweite Acura-DPi kamen nicht ins Ziel.

In der Gesamtwertung haben Bennett und Braun den Vorsprung von Nasr und Curran auf vier Punkte reduziert. Jordan Taylor und Renger van der Zande fehlen derweil bereits schon neunzehn Zähler.