Road America: CORE Autosport siegt erneut, Ford besiegt BMW im Spritpoker

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CORE Autosport reitet derzeit auf der Erfolgswelle | © IMSA

Auf der Road America hat es den dritten LMP2-Erfolg in Folge gegeben. Wie schon in Mosport siegte CORE Autosport. Dahinter sahen JDC-Miller MotorSports und Action Express Racing die Zielflagge. In der GTLM-Wertung fehlte BMW eine Runde zum ersten Sieg des M8 GTE. Wright Motorsports siegt erstmals in der GTD-Division.

Wie in den vergangenen Jahren bot der IMSA-Lauf auf der Road America viel Spannung und Dramatik. Das neunte Rennen der SportsCar Championship entwickelte sich regelrecht zu einem Spritpoker, aus dem CORE Autosport und Ford als die großen Gewinner hervorgingen, während Mazda und BMW ihre möglichen Premierensiege verspielten.

Den Gesamtsieg erfocht zum zweiten Mal in Folge CORE Autosport. Jonathan Bennett und Colin Braun wählten dabei eine ähnliche Herangehensweise wie im kanadischen Mosport. Braun qualifizierte das Auto auf Position drei. Doch die Mannschaft schenkte die gute Startposition her, damit Bronzefahrer Bennett vom Ende des Prototypenfeldes starten konnte, um problemlos seine Mindestfahrzeit zu absolvieren.

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Danach war Braun darauf bedacht, Sprit zu sparen. Er und der Zweitplatzierte Stephen Simpson aus dem Hause JDC-Miller MotorSports fuhren sechsundfünfzig Minuten mit ihren Oreca 07. Ein normaler Stint eines LMP2-Prototyps dauert ungefähr vierzig bis fünfundvierzig Minuten. Wie wenig Benzin Braun noch im Tank hatte, wurde auf der Auslaufrunde sichtbar. Nur wenige Kurven nach der Start-Ziel-Linie rollte der LMP2 von CORE Autosport aus.

Das Podium komplettierten Felipe Nasr und Eric Curran, die den roten Cadillac DPI.V-R von Action Action Express steuerten. Das Duo führte das Rennen in Elkhart Lake lange an, jedoch musste Nasr zwanzig Minuten vor dem Ende noch einmal seine Box aufsuchen. Obwohl der Brasilianer über dreißig Sekunden aufholte, reichte es nur für den dritten Rang.

Fünf Minuten vor dem Ablauf der Zeit musste Wayne Taylor Racing, in Führung liegend, für einen kurzen Splash-and-Dash die Box ansteuern. Aus diesem Grund verbuchten die amtierenden Meister nur den vierten Platz. Eine Runde später musste Jonathan Bomarito selbiges machen. Auch der Mazda-Pilot büßte die Führung ein und wurde auf Rang acht durchgereicht.

Ford spart sich zum Sieg

Ähnlich dramatisch ging der Wettstreit in der GTLM-Wertung zu Ende. Im Zuge des letzten Stopps tankte das BMW-Team RLL den Wagen von Connor De Phillippi kürzer auf, damit der US-Amerikaner die Spitze der Klasse übernehmen konnte. Doch in der letzten Runde blieb der BMW-Werksfahrer in der Boxeneinfahrt aufgrund Spritmangels liegen. Somit war der Weg frei für Richard Westbrook und Ryan Briscoe, die den vierten Streich in Folge für Ford bejubeln durften. Der finale Stint von Westbrook ging sogar über vierundsechzig Minuten.

Der Silber- und Bronzerang ging an Corvette Racing. Intern setzten sich Tommy Milner und Oliver Gavin gegen Antonio García und Jan Magnussen durch. Für Porsche ging es nicht über die Positionen vier und fünf hinaus. BMW reist trotz einer guten Leistung nur mit den Plätzen sechs und acht aus Wisconsin ab.

In der GTD-Division durfte Wright Motorsports den langersehnten ersten Triumph mit Champagner begießen. Dabei agierte die Porsche Mannschaft aus Ohio über das gesamte Wochenende hinweg dominant und konnte die Leistung verdient mit dem ersten Sieg überhaupt in der IMSA krönen. Patrick Long und Christina Nielsen pilotierten den siegreichen Porsche 911 GT3 R.

Wichtige Meisterschaftspunkte sammelte Paul Miller Racing mit dem zweiten Klassenrang. Bryan Sellers und Madison Snow bauten dadurch ihre Meisterschaftführung aus. Denn die härtesten Widersacher von Meyer Shank Racing kamen nicht über die achte Position hinaus. Dank eines starken finalen Stints von Alessandro Pier Guidi schaffte es die Scuderia Corsa auf die finale Stufe des Treppchens. Diese sicherte sich der Werksfahrer der Italiener während des finalen Umlaufes, als er Markus Paltalla im BMW M6 GT3 von Turner Motorsport überholte.