Spa 24: BoP verringert Porsche-Masse, Zusatzballast für Lexus und Bentley

617
Fünf Kilogramm weniger für den Porsche 991 GT3 R | © 1VIER.COM

Die SRO-Regelwächter haben die Balance of Performance für die 24 Stunden von Spa-Francorchamps überarbeitet. Porsche profitiert von einer Gewichtsverminderung, wohingegen Lexus und Bentley nach ihren Erfolgen in Le Castellet Zusatzmassen hinnehmen müssen.

Aufgrund des ausgewogenen Kräfteverhältnisses in der Blancpain GT Series findet die Balance of Performance normalerweise nur nachgeordnete Beachtung. Im Hinblick auf die 24 Stunden von Spa-Francorchamps an diesem Wochenende haben die SRO-Regelwächter jedoch umfangreiche Anpassungen an den Fahrzeugeinstufungen vorgenommen, welche beinahe zwei Drittel der Marken betreffen.

Die Sportkommissare räumen dem Porsche 991 GT3 R demnach eine Gewichtsreduktion um fünf Kilogramm ein, womit der Stuttgarter Konstrukteur als einziger Hersteller von einer Masseverringerung profitiert. Allerdings erhält der Neunelfer darüber hinaus einen kleineren Luftmengenbegrenzer, dessen Durchmesser die BoP-Konfiguration um anderthalb Millimeter vermindert.

- Anzeige -

Nach dem erfolgreichen Abschneiden beim Paul Ricard 1000 in Le Castellet haben die Regelhüter überdies den Lexus RC F GT3 sowie den Bentley Continental GT3 der aktuellen Generation in den Blick genommen. Daher bürdet das BoP-Korrektiv beiden Sportwagen fünfzehn weitere Kilogramm auf. Zehn Kilogramm Zusatzballast erlegen die Regelmacher darüber hinaus dem BMW M6 GT3 auf.

Fünf Kilogramm zuladen müssen wiederum der aktuelle Aston Martin Vantage GT3, der Honda NSX GT3, der McLaren 650S GT3 und der Nissan GT-R Nismo GT3. Der Jaguar G3 bekommt derweil einen zwei Millimeter kleineren Restriktor. Keinerlei Änderungen erfahren unterdessen die Konfigurationen des Audi R8 LMS, des Ferrari 488 GT3, des Mercedes-AMG GT3 sowie der Jahreswagen von Bentley und Nissan.

Auch hinsichtlich des Ladedrucks bei Turbomotoren nahmen die Regelaufseher einige Korrekturen vor. Demnach senkt die BoP-Spezifikation den Ladedruck beim BMW M6 GT3, dem McLaren 650S GT3 sowie der aktuellen Variante des Nissan GT-R Nismo GT3. Lediglich Honda zieht einen Nutzen aus den Änderungen. Gewohntermaßen behalten die Organisatoren vor, die Balance of Performance mit Fortdauer der Veranstaltungswoche zu bearbeiten.