Langstrecken-WM: FIA und ACO kommen LMP1-Privatiers entgegen

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Zugeständnisse für die LMP1-Teams | © João Filipe

Nach den 24 Stunden von Le Mans haben FIA und ACO die Equivalence of Technology erstmals zugunsten der Privatiers justiert. Das Entgegenkommen umfasst eine Erhöhung der Benzindurchflussmenge beim Nachtanken sowie die Abschaffung Zwangsabstandes. LMP1-Sportwagen mit Saugmotoren profitieren zudem von einer Masseverminderung.

Das Veranstaltertandem FIA und ACO hat nach den 24 Stunden von Le Mans abermalig die Equivalence of Technology angepasst. Diesmal zugunsten der Privatiers: Hinfort besitzt der durch das Reglement festgeschriebene Leistungsunterschied von einem Viertel Prozent zwischen Hybridprototypen und den herkömmlichen LMP1-Sportwagen keine Gültigkeit mehr. Diese obligate Differenz zielte auf einen Rundenzeitenunterschied von 0,5 Sekunden auf dem Circuit de la Sarthe ab.

Aufgrund der Erkenntnisse, welche die Regelaufseher beim Ein-Tages-Wettstreit im Nordwesten Frankreichs gewonnen haben, erkennt die Equivalence of Technology den privaten LMP1-Rennställen ferner einen höheren Kraftstoffdurchfluss zu. Dieser beträgt nunmehr 115 anstatt 108 Kilogramm pro Stunde. Zum Vergleich: Die Durchflussmenge beim Toyota TS050 Hybrid liegt bei achtzig Kilogramm pro Stunde.

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Ein weiteres Zugeständnis: Die Anpassungen räumen LMP1-Gefährten mit Saugmotoren eine
Gewichtsreduktion von fünfzehn Kilogramm ein, wovon Rebellion Racing und DragonSpeed profitieren, welche beide das Gibson-Aggregat verwenden. Jene Entscheidung begründete der ACO-Technikdelegierte Thierry Bouvet im entsprechenden Kommuniqué allerdings nicht. Das nächste Aufeinandertreffen der Langstrecken-WM findet im August auf dem Silverstone Circuit statt.