Spa-24-Statistiken: BMW ist Rekordsieger, Porsche wartet auf GT3-Erfolg

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Im Jahr 2003 deklassierte Freisinger Motorsport die überlegene GT-Konkurrenz | © DPPI/FIA GT

Nicht nur auf dem Nürburgring, sondern auch bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps sind die Bayerischen Motorenwerke Rekordsieger. Derweil wartet Porsche seit dem GT3-Boom auf den ersten Gesamterfolg im Ardenner Wald. Den Distanzrekord hält wiederum ein Ford Capri RS 2600.

Die Siegerstatistiken der 24 Stunden von Spa-Francorchamps legen eine erstaunliche Favoritenkontinuität zutage. Seitdem die SRO-Gruppe die GT3-Klasse zur Spitzenwertung geadelt hat, fechten Audi, BMW und Mercedes-AMG die Trophäen für die Bestplatzierung unter sich aus. Allein Porsche war unter den Konstrukteuren aus Süddeutschland in dieser Zeitspanne bisher noch kein Triumph vergönnt.

Erstmals seit dem Millennium trug sich der Konstrukteur aus Stuttgart-Zuffenhausen vor anderthalb Jahrzehnten in die Siegerliste des Ardenner Traditionswettstreits ein, als Freisinger Motorsport die höherklassigen GT-Rennställe düpierte. Ein Aufruhr der Elemente spülte den Porsche 996 GT3 RS, gemeldet in der N-GT-Division, zum Gesamtsieg. Nach diesem Husarenstück gewann die BMS Scuderia Italia in der Saison 2010 nochmals auf der Ardenner Traditionsstrecke.

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Sodann verließen die Porsche-Abordnungen mit entsprechenden Ambitionen die Wallonische Region zweimal nur als zweiter Sieger. Im Jahr 2013 unterlag Manthey-Racing dem siegreichen Gespann von HTP Motorsport. In der zurückliegenden Saison erstritt das Team 75 Bernhard nach einem dornenreichen Marsch durch das Hohe Venn die Silbermedaille – beim Debüt des Rennstalls wohlgemerkt.

BMW führt die Siegerliste mit gigantischem Vorsprung an

Vielleicht glückt dem Konstrukteur aus Stuttgart-Zuffenhausen an diesem Wochenende endlich der erste GT3-Erfolg bei der Ein-Tages-Veranstaltung auf dem Circuit de Spa-Francorchamps. Andernfalls drängt sich möglicherweise noch der Verdacht auf, Porsche leidet am Toyota-Syndrom. Darüber hinaus feierten während der FIA-GT-Periode weitere Marken einen Triumph, welche gegenwärtig keine gewichtige Rolle im GT-Sport spielen.

Allein das Vitaphone Racing Team trug sich unter der Ägide des Teamchefs Michael Bartels dreimal mit einem Maserati MC 12 in die Siegerliste ein. Zuvor bejubelte Larbre Compétition zweimal mit einer Chrysler Viper GTS-R den Gesamtsieg in Spa-Francorchamps. Zweimal führte PK Carsport die Chevrolet Corvette C6.R auf die höchste Podeststufe; die BMS Scuderia Italia erstritt einmal mit dem Ferrari 550 GTS Maranello die Trophäe.

In den Statistikbüchern ragt allerdings ein anderer Hersteller heraus. Nicht nur beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring beanspruchen die Bayerischen Motorenwerke den Status des Rekordsiegers, sondern auch im nahegelegenen Francorchamps. Dreiundzwanzigmal siegte ein BMW-Team. Die Differenz zum Zweitplatzierten auf der ewigen Bestenliste ist enorm: Alfa Romao erreichte das Ziel siebenmal als Spitzenreiter.