Lime Rock: Ford siegt dank Fehlern von Corvette und Porsche

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Ford hat von Corvettes Fehler profitiert | © Dan Burke

Ford hat das Rennen im Lime Rock Park für sich entschieden. Dirk Müller und Joey Hand profitierten dabei von einer späten Unachtsamkeit von Corvette-Piloten Jan Magnussen. Lamborghini baut mit GTD-Sieg die Meisterschaftführung aus.

Die Ford-Athleten Dirk Müller und Joey Hand sind die großen Sieger des achten Wertungslaufes der IMSA SportsCar Championship. Durch ihren Erfolg im Lime Rock Park hat das Duo die Führung in der GTLM-Meisterschaft übernommen. Mit einem Punkt Rückstand folgen die gestrigen Zweitplatzierten Jan Magnussen und Antonio García von Corvette Racing. Das Einhundertsechzig minütige Rennen schlossen Laurens Vanthoor und Earl Bamber im Porsche 911 RSR auf dem Bronzerang ab.

Aufgrund der Kürze der Strecke im Lime Rock Park pausierten die Prototypen. Folgerichtig machten die Werksautos der GTLM-Wertung den Sieg untereinander aus. Kaum wurde das Rennen freigegeben, musste es auch schon wieder neutralisiert werden. Bill Auberlen, den den Turner BMW M6 GT3 steuerte, drückte Acura-Fahrer Lawson Aschenbach in die Wiese. Dies geschah in der Anbremsphase nach der No-Name-Straight. Als Aschenbach wieder auf die Strecke rutschte, räumte er Auberlen von der Strecke. Sowohl der Acura NSX GT3 als auch der M6 mussten mit gebrochenen Aufhängungen abgestellt werden.

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Nach der viertelstündigen Safetycar-Phase machte sich García daran seine Poleposition auszuspielen und baute sukzessive einen Vorsprung gegenüber Vanthoor aus. Etwa zur Rennhalbzeit konnte Porsche die anfängliche Pace von Corvette kontern. Auch geschuldet eines anderen Boxenstopprhytmuses hätte Porsche die Führung nach dem finalen Stopp inne gehabt. Als Bamber fünfundfünfzig Minuten vor dem Ende stoppte, streikte vorne rechts der Pressluftschrauber. Dadurch verlor die Porsche-Equipe eine halbe Minute und musste als Dritte auf die Strecke zurückkehren.

So befand sich Magnussen wieder an der Spitze des Feldes. Hand wies zu diesem Zeitpunkt einen Rückstand von zwölf Sekunden auf. Diesen reduzierte der Brite nach und nach. Dreizehn Minuten vor dem Ende war das Defizit wenige Zehntelsekunden groß. Durch den aufkommenden Druck leistete sich der erfahrene Däne einen ungewöhnlichen Fehler. Beim leichten Anbremsen auf Kurve sieben bekam seine Corvette C7.R Untersteuern. Daraufhin musste Magnussen über die Wiese ausweichen und Hand die Führung überlassen. Diese hielt bis zum Ende.

Lamborghini baut Meisterschaftsführung aus

Den vierten Platz holte sich die zweite Corvette-Besatzung rund um Oliver Gavin und Tommy Milner. Die Porsche-Piloten Nick Tandy und Patrick Pilet wurden als Fünfte abgewinkt. Position sechs ging an den zweiten Ford. BMW konnte in der Anfangsphase das Tempo der Spitze mitgehen, doch je länger das Rennen dauerte, desto langsamer wurden die beiden M8 GTE. Alexander Sims und Connor De Phillippi wurden Siebte mit zwei Runden Rückstand. Der M8 von John Edwards und Jesse Krohn wurde auf Platz acht liegend nach mehreren ungeplanten Boxenstopps zurückgezogen. Der Grund hierfür war eine sich immer wieder öffnende Motorhaube.

In der GTD-Wertung fuhr Paul Miller Racing einen ungefährdeten Sieg ein. Madison Snow und Bryan Sellers bauten dank des zweiten Saisonsieges und dem fünften Podestrang in Folge die Meisterschaftsführung aus. Die Audi Truppe von Magnus Racing beendete den Lauf im Bundesstaat Connecticut auf dem zweiten Klassenrang. Komplettiert wurde das Podium durch die Scuderia Corsa. Gunnar Jeannette und Cooper MacNeil bewegten den einzigen Ferrari im Feld.

In der Punktewertung führen Snow und Sellers mit 218 Zählern. Acura-Pilotin Katherine Legge hat zehn Punkte weniger. Jeroen Bleekemolen und Ben Keating folgen mit weiteren vierzehn Zählern weniger.

Am fünften August steht der neunte Wertungslauf der IMSA auf dem Programm. Dann gastiert die Meisterschaft in Elkhart Lake. Auf der Road America sind wieder alle Klassen unterwegs.