Watkins Glen: Überraschende Poleposition für CORE Autosport, René Rast verunfallt schwer

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CORE Autosports steht überraschend auf der Poleposition | © Dan Burke

CORE Autosport hat sich überraschend den ersten Startplatz für die Sechs Stunden von Watkins Glen gesichert. Colin Braun war hierfür verantwortlich. Ford und Lexus setzten sich in den GT-Klassen durch. Unterdessen hat René Rast einen spektakulären Unfall ohne Verletzungen überstanden.

CORE Autosport startet die Sechs Stunden von Watkins Glen von der Poleposition. Colin Braun ergatterte in der viertelstündigen Qualifikation zum dritten Langstreckenrennen der IMSA SportsCar Championship den ersten Startplatz. Brauns Bestwert lag bei 1:32,350 Minuten. Diese Zeit bedeutete gleichzeitig einen Streckenrekord für Prototypen. Der Texaner teilt sich diesen Oreca 07 mit Romain Dumas und Jon Bennett.

Nur sechs Tausendstelsekunden langsamer war Paul di Resta im Ligier JS P217 von United Autosports. Der ehemalige DTM-Champion tritt zusammen mit Phil Hansson und Bruno Senna an. Somit stehen erstmals im Zeitalter der DPi zwei LMP2-Prototypen ganz vorne.

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Die Ränge drei und vier fuhr Team Penske ein. Dabei setzten sich Ricky Taylor und Hélio Castroneves gegen Dane Cameron und Juan Pablo Montoya durch. Auf Rang fünf qualifizierte Simon Trummer den ersten Oreca 07 von JDC-Miller Motorsports. Seine Teamkollegen sind an diesem Wochenende Robert Alon und Nelson Panciatici.

Pipo Derani hievte den ersten Nissan-DPi auf den sechsten Rang. Doch nur wenige Kilometer nach seiner schnellen Runde rollte der grün-schwarze Prototyp ohne Vortrieb aus. Offenbar streikte der Motor. Neben dem Brasilianer wurde Gustavo Yacamán im Ligier von AFS/PR1 Mathiasen Motorsport gewertet.

René Rast übersteht Überschlag unversehrt

Die besten Zehn rundeten von Renger van der Zande, der für die Cadillac-Truppe von Wayne Taylor Racing startet, Stephen Simpson und James French ab. Simpson pilotiert den zweiten Oreca von JDC-Miller Motorsports, während James French den Oreca von Performance Tech Motorsport bewegte. Damit fanden sich sechs LMP2-Prototypen unter den ersten Zehn wieder.

Für die Tabellenführer von Action Express Racing lief die Qualifikation nicht wie gewünscht. João Barbosa, Filipe Albuquerque und Gabby Chaves konnten sich nur auf dem vierzehnten Rang qualifizieren. Noch schlechter verlief der heutige Tag für Mazda. René Rast verschätzte sich am Ausgang der ultraschnellen Esses bei einem Überrundungsvorgang und touchierte mit seinem Heck die Frontpartie des Porsche 911 GT3 R von Park Place Motorsport. Patrick Lindsey saß hinter dem Volant dieses Porsches.

Daraufhin überschlug sich der Mazda RT24-P mehrfach und blieb auf dem Dach liegen. Dieser Unfall sorgte für den Abbruch des dritten Trainings. Glücklicherweise konnte der Mindener ohne Verletzungen aussteigen und hat bereits wieder das Medical Center verlassen. Joest Racing macht sich derweil an den Wiederaufbau des Mazda-DPi, damit das Fahrzeug morgen um 15.45 Uhr Mitteleuropäischer Zeit aus der Boxengasse nachstarten kann.