Sabine Schmitz: „Ich habe das Team vermisst“

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Sabine Schmitz startet an diesem Wochenende wieder am Ring | © Jan Brucke/VLN

Sabine Schmitz nimmt am dritten Lauf der VLN-Langstreckenmeisterschaft teil. Ihr Rennstall Frikadelli Racing hat die Rückkehr in einer Pressemitteilung offiziell bestätigt. „Ich habe das Team vermisst und auch das ganze Geschehen drumherum“, meint die Langstreckenathletin. „Nur als Gast an der Box zu stehen, ist nicht gut.“

Frikadelli Racing hat die Wiederkehr seiner Fahrerin Sabine Schmitz in einer Pressemitteilung bestätigt. Zu Monatsbeginn machte die Langstreckenpilotin ihre Krebserkrankung publik, kündigte aber zugleich an, in Bälde wieder ins Cockpit zu klettern, sofern ihr gesundheitlicher Zustand einen Einsatz gestatte. Nun teilte der Porsche-Rennstall mit, Schmitz werde am dritten VLN-Lauf an diesem Wochenende teilnehmen.

Am Lenkrad wechselt sich Schmitz mit ihrem Lebensgefährten und Teamchef Klaus Abbelen sowie Alex Müller ab. Gleichwohl wolle die langjährige Sportwagenathletin ihre Rückkunft keineswegs überstürzen. „Mal gucken, wie das klappt. Zu einhundert Prozent kann ich es zwar nicht beschwören, dass ich auch am Samstag im Auto sitze, aber ich probiere es natürlich – und wenn es erstmal nur für zwei Runden auf der Nordschleife ist“, erläuterte Schmitz ihre Vorgehensweise beim ADAC-ACAS-Cup.

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Ungeachtet der niederschmetternden Diagnose im vergangenen Herbst habe Schmitz stets eine Rückkehr auf die Rennstrecke angestrebt. „Für mich stand während der Erkrankung fest: Ich will so schnell wie möglich wieder fahren“, betont Schmitz. „Allein die Tatsache, so ein Auto wie den Porsche 911 GT3 R auf der Nordschleife bewegen und Kette geben zu dürfen, ist ja schon die pure Freude an sich.“

Allein der Umstand, nur als Beobachter am Nürburgring zugegen zu sein, sei eine enorme Belastung für Schmitz gewesen. Zudem habe auch Abbelen grünes Licht für ihren Start gegeben. „Ich habe das Team vermisst und auch das ganze Geschehen drumherum“, merkt Schmitz an. „Nur als Gast an der Box zu stehen, ist nicht gut. Toll, dass Klaus gesagt hat: Wenn Du fahren willst, dann fahr …“

Parallel zum dreiköpfigen Pro-Am-Gespann tritt Frikadelli Racing auch wieder mit einer Profibesatzung auf der Nordschleife des Nürburgrings an. Das Duo rekrutiert sich aus Lance David Arnold und Felipe Fernández Laser. Das Ziel sei ein Resultat auf den vorderen Rängen. „Unser Anspruch bleibt weiterhin, mit dem Profiauto an der Spitze mitzukämpfen – daran hat sich nichts geändert“, hebt Abbelen hervor.