Sébastien Bourdais: „Ich hoffe, Fred ist nicht stolz auf seine Leistung“

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Sébastien Bourdais im Kampf mit Frédéric Makowiecki | © Ford Performance

Frédéric Makowiecki und Sébastien Bourdais haben sich bei den 24 Stunden von Le Mans ein extrem hartes Duell geliefert. Beim Kampf um Platz zwei der GTE-Pro-Klasse stieß die Fahrweise Makowieckis bei seinem Landsmann auf Unverständnis. In einem Interview beschwerte er sich darüber, dass die Rennleitung nicht eingreift.

Das Duell um Platz zwei der GTE-Pro-Klasse hat bei den 24 Stunden von Le Mans für Aufsehen gesorgt. Die beiden Franzosen Frédéric Makowiecki und Sébastien Bourdais duellierten sich aufs Schärfste über mehrere Runden. Mit seinen Manövern machte sich Porsche-Pilot Makowiecki im Ford-Lager von Bourdais nicht beliebt.

Was war passiert? In der Anfahrt zur ersten Schikane der Hunaudières-Geraden wechselte Makowiecki mehrfach die Straßenseite, um Bourdais den Windschatten zu nehmen. Dies quittierte die Rennleitung mit einer Untersuchung, beließ es aber bei einer Ermahnung. Bei Bourdais stieß dies im anschließenden Interview auf Unverständnis.

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Seinem Ärger über die Fahrweise seines Landsmanns machte er bereits über den Teamfunk Luft. An die Rennleitung gerichtet fragt er, wo dies enden solle: „Wenn jemand in den Bäumen hängt?“ Über Makowieckis Fahrweise hatte er auch harte Worte übrig. Dies sei einem Profi nicht würdig und extrem gefährlich. „Ich hoffe, Fred ist nicht stolz auf seine Leistung.“ Mit solchen Fahrweisen wolle er nicht teilnehmen.

Nach der Ermahnung der Rennleitung zog sich das Duell noch mehrere Runden mit einigen Platzwechseln. Die direkten Duelle waren weiterhin von enormer Härte geprägt. Hauptsächlich Bourdais musste sich mehrfach von der Strecke drängen lassen. Beendet wurde der Kampf durch den Boxenstopp beider Fahrzeuge nach Ablauf des Vierzehn-Runden-Stints. Inzwischen trennen beide Autos wieder mehrere Sekunden.