Blancpain GT in Silverstone: Aston Martin gewinnt das Heimrennen

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Blancpain GT in Silverstone
Aston Martin gewann erstmals seit 2013 | © SRO

Der Sieg bei den Drei Stunden von Silverstone geht an Aston Martin. Nicki Thiim, Jake Dennis und Matthieu Vaxivière gewinnen mit komfortablem Abstand vor Akka-ASP und Lexus. Es ist der erste Sieg für Aston Martin im Blancpain Endurance Cup seit dem Silverstone-Rennen im Jahre 2013.

Nicki Thiim, Jake Dennis und Matthieu Vaxivière haben die Drei Stunden von Silverstone gewonnen. Über die Distanz zeichnete sich eine immer deutlichere Überlegenheit des Aston Martin Vantage GT3 ab, den R-Motorsport einsetzt. Das Trio hatte am Vormittag auch die Poleposition für das zweite Rennen des Blancpain Endurance Cups errungen. Allerdings wurde bei der Kontrolle festgestellt, dass die Datenaufzeichnungen der Qualifikation unvollständig waren.

Das Auto wurde daraufhin disqualifiziert, R-Motorsport legte jedoch einen Protest ein. Somit startete Vaxivière von Rang eins und konnte sich direkt gegen Adam Christodoulou im Akka-ASP-Mercedes-AMG durchsetzen. Lediglich nach dem ersten Boxenstopp kam Tristan Vautier im AMG vor Dennis im Aston Martin zurück auf den Kurs, der eine Runde später stoppte. Dennis rang den Franzosen jedoch schnell nieder und stürmte davon. Schlussfahrer Thiim baute den Vorsprung zwischenzeitlich auf fast zwanzig Sekunden aus.

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Raffele Marciello, Vautier und Christodoulou fristeten auf dem zweiten Platz ein einsames Dasein und fuhren zum ersten Podestplatz der Saison. Eine ähnliche Ruhe hätte sich Norbert Siedler im Emil-Frey-Lexus sicherlich gewünscht. Der Österreicher sah sich in den Schlussrunden wachsendem Druck durch Dries Vanthoor im WRT-Audi ausgesetzt. Er konnte diesem aber standhalten und fuhr die erste Medaille für den RC-F GT3 in der Blancpain-Langstreckenserie ein. Vanthoor, Christopher Mies und Alex Riberas, die Sieger von Monza, sammelten auf Rang vier wichtige Meisterschaftspunkte. Aufgrund des laufenden Verfahrens gegen den Aston Martin sind diese Ergebnisse jedoch noch unter Vorbehalt.

Jaguar vergibt den Sieg im Silberpokal

Das gute Ergebnis für die Exoten an der Spitze rundeten die Teamkollegen in der Top Ten ab. Maxime Martin brachte den zweiten R-Motorsport-Vantage an fünfter Stelle ins Ziel. Albert Costa kreuzte mit dem zweiten Lexus den Zielstrich auf Position neun und damit einen Rang vor dem Grasser-Lamborghini. Für die Truppe aus Sankt Margarethen in Österreich läuft es in dieser Saison noch nicht recht zusammen. Im Interview vor dem Rennen beschwerte sich Teamchef Gottfried Grasser abermals über die Einstufung seines Gefährts.

Auf dem Weg zu einem weiteren phänomenalen Ergebnis für den Jaguar unterlief der Emil-Frey-Mannschaft beim zweiten Boxenstopp ein fataler Fehler. Beim Reifenwechsel wurde die Radmutter nicht korrekt angezogen. Sie löste sich in der Anfahrt zur Kurve Luffield. Mikael Grenier musste einen möglichen Platz unter den besten Zehn und den sicheren Sieg im Silberpokal aufgeben.

Diesen Platz erbte der Mercedes-AMG GT3 von Black Falcon in den Händen von Gabriele Piana, Hubert Haupt und Abdulaziz Al-Faisal. Der Sieg im Pro-Am-Cup ging an das Team Ram Racing aus Silverstone. Euan Hankey, Salih Yoluc und Dan Burke pilotierten den Daimler. In der Herrenfahrerwertung gewinnt die Garage 59 mit Chris Goodwin, Chris Harris und Alexander West am Steuer. Weiter geht es bereits in zwei Wochen in Le Castellet mit dem Sechs-Stunden-Rennen.