Spa-Francorchamps: Toyota sichert erste Startreihe, lange Rotunterbrechung

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Erwartungsgemäß steht Toyota auf der Poleposition | © Toyota Motorsport GmbH

Toyota hat sich deutlich die erste Startreihe vor Rebellion Racing gesichert. Ford untermauerte in der GTE-Pro-Wertung seine Vormachtstellung, schlug Porsche aber nur denkbar knapp. Bei den Gentlemen-Fahrern setzte sich Dempsey-Proton Racing durch.

In der Qualifikation zu den Sechs Stunden von Spa-Francorchamps ist Toyota seiner Favoritenrolle mühelos gerecht geworden. Erwartungsgemäß steht der japanische Hersteller am Samstagmittag in der vordersten Startreihe. Intern unterlagen Kazuki Nakajima und Fernando Alonso ihren Stallgefährten Kamui Kobayashi und Mike Conway, die eine Durchschnittsbestzeit von 1:54,583 Minuten erzielten. Der Abstand zwischen den TMG-Duos betrug 0,379 Sekunden.

Rebellion Racing schnitt indes unter den privaten LMP1-Rennställen am erfolgreichsten ab. André Lotterer, Neel Jani und Bruno Senna beanspruchen beim Auftakt der Langstrecken-WM die beste Ausgangsposition. Der Rückstand zu Klassenprimus Toyota: 1,842 Sekunden. In der LMP2-Liga sicherte sich Signatech-Alpine die Poleposition. Nicolas Lapierre, André Negrão und Pierre Thiriet glückte eine mittlere Rundenzeit von 2:02,405 Minuten.

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Bereits nach vier Minuten musste die Qualifikation für die Prototypen unterbrochen werden, als Stéphane Sarrazin im BR01 von SMP Racing ausrollte. Eine weitere, langandauernde Rotphase löste wiederum Pietro Fittipaldi aus, welcher im Abschnitt Eau Rouge die Kontrolle über seinen BR01-Sportwagen verlor und vehement in die Reifenstapel der Hochgeschwindigkeitskurve einschlug. Bei diesem Unfall hat sich der Brasilianer Brüche an beiden Beinen zugezogen.

Ohne gezeitete Runde blieben beide Ginetta-LMP1 aus dem Hause Manor. Es gibt offenbar Finanzierungsprobleme seitens des chinesischen Hauptsponsors. Die Truppe hatte während des gesamten Wochenendes noch keine gezeitete Runde zurückgelegt.

Ford und Porsche kämpfen auf Augenhöhe

Bei den Profibesatzungen der GTE-Pro-Wertung zeichnet sich ein enger Kampf zwischen Ford und Porsche ab. Während sich Ford die erste GT-Startreihe teilt, ging die zweite nach Stuttgart-Zuffenhausen. Die vier Fahrzeuge waren nur durch vier Zehntelsekunden getrennt. Die ersten Drei waren sogar nur durch siebenundachtzig Tausendstelsekunden separiert.

In der Endabrechung waren Andy Priaulx und Harry Tincknell die schnellsten GT-Piloten. Ihre Durchschnittszeit betrug 2:12,947 Minuten. Dahinter reihten sich die Teamkollegen Olivier Pla und Stefan Mücke ein. Den besten Porsche steuerten Gianmaria Bruni und Richard Lietz.

BMW qualifizierte sich beim WM-Debüt des M8 GTE auf den Rängen fünf und neun. Für Aston Martin, das mit seinen neuen Vantage angerückt ist, ging es nicht über die Plätze acht und zehn hinaus.

In der GTE-Am-Divison sicherte sich Dempsey-Proton Racing die erste Poleposition der Saison. Christian Ried und Matt Campbell manövrierten ihren Porsche 911 RSR in einer Durchschnittszeit von 2:16,357 um die Kultstrecke in den Ardennen.