ILN: Olaf Manthey tritt als Sprecher ab, Restrukturierung geplant

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Neuausrichtung der ILN: Das Aktionsbündnis wird zum eingetragenen Verein | © Ralf Kieven (1VIER.com)

Olaf Manthey beendet seine Tätigkeit als Sprecher der Interessengemeinschaft Langstrecke Nürburgring. Kommissarisch übernehmen Martin Rosorius und Dirk Theimann. Zudem wird aus dem Zusammenschluss ein eingetragener Verein. In der Zwischenzeit ist ein Forderungskatalog an die Veranstalter ergangen.

Nach zweijähriger Tätigkeit dankt Olaf Manthey als Sprecher der Interessengemeinschaft Langstrecke Nürburgring ab. Der Initiator des Zusammenschlusses von Rennställen und Fahrern verzichtet auf die Weiterführung seines Amtes, hat aber auch in Zukunft eine beratende Funktion inne. Ehe die Wahl des Vorstandes erfolgt, bekleiden derweil Martin Rosorius von Black Falcon und Dirk Theimann von Phoenix Racing diese Position kommissarisch.

Bislang leiteten Rosorius und Theimann jene Arbeitsgruppe, die sich mit dem sportlichen Reglement bei den Veranstaltungen auf der Nordschleife des Nürburgrings auseinandersetzen. „Wir danken Olaf Manthey herzlich für das große Engagement, das er für den Langstreckensport auf der Nordschleife im Allgemeinen und in den vergangenen zweieinhalb Jahren im Speziellen aufgebracht hat“, honoriert Rosorius in einem Kommuniqué die Arbeit Mantheys.

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Zudem setzt die ILN-Vereinigung eine Restrukturierung ins Werk. Aus der einstweiligen Interessenvertretung von Teams und Piloten, die aus einem Protest gegen DMSB-Maßnahmen im Dezember 2015 hervorging, wird künftig ein eingetragener Verein, welcher sich langfristig um die Anliegen der Teilnehmer des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring, der VLN-Langstreckenmeisterschaft sowie der Rundstrecken-Challenge kümmert.

Es bestehe unverändert „erhebliches Verbesserungspotenzial“

Zum einen wolle die ILN den Fahrern, Teamchefs und anderen Beteiligten eine Stimme verleihen, zum anderen solle die Interessengemeinschaft auch ein Anlaufpunkt zur Konsultation sein. Unbeschadet bisheriger Etappenziele bestehe weiterhin noch „erhebliches Verbesserungspotenzial“. Während der beiden zurückliegenden Jahre habe die ILN „kontinuierlichen Verbesserungsprozess“ eingeleitet, in den nicht nur die Veranstaltergemeinschaft, die RCN und der ADAC Nordrhein, sondern ebenso der DMSB und die Streckenbetreiber involviert sind.

Infolge einer Sitzung zur Monatsmitte, welcher Aston Martin, Phoenix Racing, Manthey-Racing, Black Falcon, WTM Racing, Scheid Motorsport, Nexen Tire Motorsport, Mathol Racing, Adrenalin Motorsport und Sorg Rennsport beiwohnten, hat die ILN-Interessengemeinschaft einen Katalog mit diversen Forderungen zusammengestellt, welche an die verantwortlichen Organisatoren ergangen ist.

Um die Planungssicherheit der Mannschaften sicherzustellen, sollen die Regelhüter die betroffenen Gespanne bereits in der Frühphase in Kenntnis setzen, falls Modifikationen am Reglement angedacht sind – ebenso bei organisatorischen Änderungen. Der Zeithorizont für die Terminierung der Veranstaltungen solle sich nur von April bis September erstrecken. Darüber hinaus wünscht sich die ILN ein „kundenorientiertes und sinnhaftes“ Regularium.

Eine weitere Forderung: keinerlei Beschränkungen bei der Wahl des Reifenlieferanten oder des Zulieferers. Überdies opponiert die ILN gegen eine Ausweitung der Pflichtwerbung. Stattdessen fordert der Zusammenschluss eine Verminderung ebenjener Reklame, welche zugleich nicht mit den Einzelsponsoren der Rennställe konkurrieren solle. Abschließend trachtet die ILN nach einer „permanente Weiterentwicklung und qualitative Verbesserung der einzelnen Veranstaltungsplattformen“.