Langstrecken-WM: ACO verschiebt Sechs Stunden von Fuji wegen Fernando Alonso

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Der WM-Lauf in Fuji wurde wegen Fernando Alonso verschoben | © Fernando Alonso

Die Verantwortlichen der Langstrecken-WM haben das Sechs-Stunden-Rennen von Fuji um eine Woche vorverlegt. Damit kollidiert das Gastspiel in Japan nun mit dem Petit Le Mans. Darüber hinaus hat JDC-Miller Motorsport die automatische Einladung zu den 24 Stunden von Le Mans abgelehnt. Und ARC Bratislava beendet sein LMP2-Programm. Ein Nachrichtenspiegel.

Die Sechs Stunden von Fuji wurden verlegt

Damit Toyotas-Starpilot Fernando Alonso beim Heimrennen in Fuji starten kann, wurde das Sechs-Stunden-Rennen eine Woche nach vorne verschoben. Bei der ursprünglichen Ansetzung hätte der zweifache Formel-1-Weltmeister nicht starten können, da zeitgleich der Grand Prix in den USA stattfindet. Doch nun überschneidet sich das Rennen mit dem Petit Le Mans und dem siebten Lauf der Super GT.

Damit haben die Veranstalter die Missgunst vieler Piloten auf sich gezogen, die an beiden Serien teilnehmen. Zu den betroffenen Fahrern zählen Toyota-Werkspilot Mike Conway, Olivier Pla, Renger van der Zande, Harry Tincknell oder Nicolas Lapierre. Ganz zu schweigen von Mechanikern und anderen Teammitgliedern.

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Auf Twitter ließen viele Piloten ihren Wut freien Lauf.  „Vielen Dank an den ACO und der FIA, ich kann es nicht glauben, dass ihr es getan habt. Eure Rücksichtlosigkeit und der mangelnde Respekt für Fahrer, die einen Vollzeit-Vertrag in beiden Serien besitzen, ist nicht zu fassen. Ich bin mir sicher, dass ich nicht der Einzige bin, der sehr beeindruckt ist von eurer Tat“, schrieb Olivier Pla.

Peter Baron, Teambesitzer von Starworks Motorsport, bläst in dasselbe Horn. „Also ist ein Alonso mehr wert als fünfzehn bis zwanzig Piloten, die in beiden Serien starten? Die Verantwortlichen müssen sehr viel Vertrauen haben, dass Alonso die LMP1 rettet. Und nur sieben LMP2-Mannschaften in der WEC? Ein Einsatz eines LMP2 ist viel zu teuer geworden, auch hier muss der ACO etwas tun“, kritisiert Baron in seinem Twitter-Kanal.

Darüber hinaus schrieb Ryan Dalziel, dass die Langstrecken-WM zu einem Witz verkommen sei. Einen ähnlichen Gedankengang hatte auch BMW-Athlet Nick Catsburg. Aber auch Jenson Button, der mittlerweile in der Super GT zu Hause ist, haderte mit der Entscheidung, da es nun auch einen Konflikt mit der Super GT gibt. Der ehemalige Teamkollege von Alonso schrieb, dass durch diese Entscheidung viele Fans der WM den Rücken kehren werden.

Um zumindest den Terminkonflikt mit der IMSA zu verhindern, haben die Franzosen der IMSA vorgeschlagen, das Petit Le Mans zu verschieben.

JDC-Miller Motorsport schlägt Le-Mans-Einladung aus

JDC-Miller Motorsport hat seine Einladung zu den 24 Stunden von Le Mans abgelehnt. Der Rennstall aus Minnesota konnte aufgrund einiger unerwarteten Herausforderungen kein konkurrenzfähiges Paket schnüren. Damit verbleibt bislang nur die Union von Risi Competizione und Keating Motorsport als einziger Teilnehmer aus der IMSA. Die Scuderia Corsa und BAR1, beide ebenfalls in der IMSA aktiv, finden sich jeweils auf der Reserveliste wieder.

ARC Bratislava beendet sein LMP2-Programm

Da der ACO dem slowakischen Rennstall ARC Bratislava keinen Startplatz für die diesjährigen 24 Stunden von Le Mans zugesteht, hat Miro Konopka den Stecker bei seinem LMP2-Team gezogen. Die Slowaken hielten die achte Position auf der Reserveliste.

Dabei kritisiert der Slowake die Veranstalter. „Vielleicht verstehe ich nicht die Auswahlkriterien, aber ich denke da sind andere Punkte, die vor allem einen politischen Aspekt besitzen“, erklärte Konopka in einem Presseschreiben.