Daytona: Cadillac und Acura dominieren Reifenschlacht

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Führt aktuell - Action Express Racing | © IMSA

Nach etwas mehr als fünfzehn Stunden haben sich Action Express Racing und das Team Penske an der Spitze des Feldes etabliert. Unterdessen unterliefen Mazda und Nissan reihenweise Fehler. In der GTLM-Wertung dominiert Ford das Geschehen. Ebenfalls eng zu geht es in der GTD-Division.

Zur Fünfzehn-Stunden-Marken sind drei Autos in der Führungsrunde verblieben. Angeführt wird das Feld von der Action-Express-Racing-Besatzung João Barbosa, Filipe Albuquerque und Christian Fittipaldi. Dicht dahinter folgt die Penske-Abordnung Ricky Taylor, Graham Rahal und Hélio Castroneves. Auch das Quartett von Action Express Racing befindet sich noch in der Führungsrunde. Hier teilen sich Mike Conway, Stuart Middleton, Eric Curran und Felipe Nasr die Arbeit am Steuer des Cadillac DPi.

Auf Rang vier liegt derzeit der erste LMP2-Sportwagen. United Autosports fehlen drei Runden auf den Führenden. Paul Di Resta, Bruno Senna Will Owen und Hugo De Sadeleer bewegen den Ligier JS P217. Die Allstar-Besatzung von Jackie Chan DC Racing nimmt aktuell die fünfte Gesamtposition ein. Lance Stroll, Daniel Juncadella, Robin Frijns und Felix Rosenqvist fehlen in ihrem Oreca 07 fünf Runden.

In der GTLM-Wertung dominiert Ford nach Belieben die Subkategorie. Beide Ford GT liegen an der Spitze und haben eine Runde Vorsprung auf die drittplatzierte Corvette. Intern beanspruchen Dirk Müller, Joey Hand und Sébastien Bourdais die Führung vor Ryan Briscoe, Richard Westbrook und Scott Dixon. Best-of-the-Rest ist momentan das Corvette-Trio Antonio García, Jan Magnussen und Mike Rockenfeller.

Deutlich knapper sieht die Lage in der GTD-Division aus. Dort führt einer der Acura von Michael Shank Racing vor dem Lamborghini Huracán GT3 von Paul Miller Racing und dem Ferrari von Spirit of Race.

Reifenschäden prägen die 24 Stunden von Daytona

Insgesamt prägen die 24 Stunden von Daytona in diesem Jahr zwei Dinge. Zum einen die extrem langen Grünphasen des Wettbewerbs. Bislang gab es in den fünfzehn Rennstunden nur zwei Neutralisierungen. Zum anderen kämpfen vor allem die Prototypen mit ihren Hinterreifen. Nahezu jedem Teilnehmer in der Gesamtsiegerklasse ist mindestens ein Hinterreifen um die Ohren geflogen. Trauriger Spitzenreiter dürfte der Mazda DPi mit der Startnummer 55 sein. Joest Racing musste schon fünf platte Reifen bei diesem Gefährt wechseln.

Wo wir gerade bei Mazda sind. Joest Racing bekommt das kränkelnde Auto wohl auch nicht in den Griff. Neben den ganzen Reifenschäden schleppt ein Mazda RT24-P seit der ersten Stunde Getriebeprobleme mit sich rum. Das Schwesterfahrzeug hat Schwierigkeiten mit dem Motor und der Elektronik. Daher finden sich die Fahrzeuge nur auf den Positionen zweiundzwanzig und fünfunddreißig wieder.

Noch schlechter verlief der Saisonauftakt für Nissan. Extreme Speed Motorsports musste zur Rennhalbzeit einen DPi mit Getriebeschaden abstellen, das andere Auto fing in der Box Feuer und wurde später mit Motorschaden ebenfalls zurückgezogen.

Aber auch Cadillac musste Federn lassen. Allen voran der Sportwagen Spirit of Daytona Racing. Bei ihrem Heimspiel versagte das V8-Triebwerk. Darüber hinaus beschädigte ein geplatzter Reifen einen Kühler am Cadillac der Vorjahressieger von Wayne Taylor Racing. Doch auch für Penske läuft nicht alles rund. Während man mit der Startnummer sieben um den Sieg kämpft, musste am Acura ARX-05 mit der Startnummer sechs die Lichtmaschine gewechselt werden. Dadurch verlor diese Abordnung fünfundzwanzig Runden.

Nachdem United Autosports dank eines anderen Boxenstopprhythmuses immer wieder Führungsrunden sammeln durfte, versagte im Ligier JS P217 von Fernando Alonso ein Hauptbremszylinder. Durch diese Reparatur verloren die Briten sechsundzwanzig Umläufe.

Für Land-Motorsport liefen die 24 Stunden von Daytona fast wie am Schnürrchen. Nach fünf Rennstunden regnete es für knapp zwanzig Minuten. Auf der regennassen Strecke setzte sich die Audi-Truppe kontinuierlich ab und überrundete sogar das gesamte GTD-Feld. Jedoch mussten die Mannen von Wolfgang Land eine fünfminütige Strafe absitzen, weil man zu schnell nachtankte. Offenbar stimmte etwas nicht mit dem Durchflussmengenbegrenzer an der Zapfsäule. Kurze Zeit später gab es noch ein Problem mit dem Heckflügel. Deshalb schleppt die Equipe aktuell ein Defizit von zwei Umläufen mit sich rum.