Daytona: Action Express Racing erzielt Doppelsieg mit Distanzrekord

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Action Express Racing gewann in dominanter Manier die 24 Stunden von Daytona | © IMSA

Action Express Racing hat in der Endabrechnung einen ungefährdeten Doppelsieg eingefahren. Dabei hat man sogar den seit 1982 bestehenden Distanzrekord verbessert. CORE Autosports schafft den Sprung aufs Podest. Dagegen enttäuschten Nissan und Mazda auf ganzer Linie. In der GTLM-Wertung überragte Ford und Lamborghini gewinnt sein erstes 24-Stunden-Rennen im GT3-Zeitalter.

Action Express Racing hat für Cadillac am Ende unbedrängt die 24 Stunden von Daytona per Doppelsieg beendet. Die siegreiche Mannschaft rekrutierte sich aus João Barbosa, Filipe Albuquerque und Christian Fittipaldi. Dabei stellte das Trio den seit 1982 bestehenden Distanzrekord bereits eine Stunde vor Rennende ein. Mit siebzig Sekunden Rückstand sah die Schwesterbesatzung die Zielflagge. Hier wechselten sich Eric Curran, Felipe Nasr, Mike Conway und Stuart Middleton am Steuer des Cadillac DPi ab. Einen grandiosen dritten Platz erkämpfte sich CORE Autosports. Jon Bennett, Colin Braun, Loic Duval und Romain Dumas steuerten diesen Oreca 07.

Aufgrund eines Kupplungsdefektes während der letzten Safety-Car-Phase rutschte United Autosports auf den vierten Gesamtrang ab. Paul Di Resta, Bruno Senna, Will Owen und Hugo De Sadeleer bewegten den Ligier JS P217 der Briten. Ho-Pin Tung, Alex Brundle, Ferdinand Habsburg und António Félix da Costa ergatterten für Jackie Chan DC Racing den fünften Rang. Für Fernando Alonso, Phil Hanson und Lando Norris blieb nur der achtunddreißigste Platz übrig.

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Ähnlich dominant wie Cadillac erzielte Ford in der GTLM-Wertung einen Doppelerfolg. Die Konkurrenz bewegte sich nur während der Anfangsphase und dem Regenschauer in der fünften Rennstunde mit Ford auf Augenhöhe. Danach zogen die beiden Flundern davon und ließen der Konkurrenz keine Chance. Auch hier wurde ein neuer Distanzrekord aufgestellt.

Ryan Briscoe, Richard Westbrook und Scott Dixon gewannen vor den Stallgefährten Dirk Müller, Joey Hand und Sébastien Bourdais. Best-of-the-Rest wurde das Corvette-Trio Antonio García, Jan Magnussen und Mike Rockenfeller.

Ungerechtfertigte Strafe kostet Land-Motorsport den GTD-Sieg

Der BMW M8 GTE rollte bei seiner Rennpremiere größtenteils hinterher. In der Anfangsphase fuhr BMW-Athlet Alexander Sims zwischenzeitlich mal auf die vierte Klassenposition vor, doch danach kämpfte der M8 GTE mehr mit sich als mit den Wettstreitern. Da die Konkurrenz, allen voran Porsche, ebenfalls patzte, schafften es Jesse Krohn, Nicky Catsburg, Augusto Farfus und John Edwards auf den siebten Klassenrang.

Und wo heute schon mit dem neuen Distanzrekord Geschichte geschrieben wurde, setzte Lamborghini noch einen drauf. Es klingt unglaublich, aber Grasser Racing hat für Lamborghini das erste 24-Stunden-Rennen im GT3-Zeitalter gewonnen. Die favorisierten Rolf Ineichen, Mirko Bortolotti, Frank Perera und Rik Breukers münzten endlich die gute Ausgangslage in einen Sieg um. Knapp musste sich das Fahrerquartett Katherine Legge, Alvaro Parente, A.J. Allmendinger und Trent Hindman von Michael Shank Racing geschlagen geben. Ihr Einsatzfahrzeug war der Acura NSX GT3.  Abgerundet wurde das gute Lamborghini-Ergebnis von Paul Miller Racing. Bryan Sellers, Madison Snow, Andrea Caldarelli und Bryce Miller kreuzten in ihrem Huracán GT3 als Dritte die Ziellinie.

Lange Zeit vorne dabei und die tonangebende Mannschaft in der GTD-Division war Land-Motorsport. Nach dem Regenschauer lag man sogar eine Runde vor dem gesamten GTD-Feld. Doch danach sanktionierte die Rennleitung die Mannen von Wolfgang Land mit einer fünfminütigen Zeitstrafe für zu schnelles nachtanken. Nach dem Rennende wurde das Fahrzeug und die Tankanlage nach dem vermeintlichen Betrug untersucht. Dabei stellten die Regelaufseher keine Unregelmäßigkeiten fest. Somit wurde Land-Motorsport der mögliche Sieg geklaut. Nach 24 Stunden wurde man als Siebter abgewinkt.