Daytona: Vierkampf der Hersteller um den Gesamtsieg

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Kann eine LMP2-Mannschaft den Gesamtsieg abstauben? | © JDC-Miller Motorsport, Jota Sport, United Autosports, CORE Autosports

Stiehlt eine LMP2-Mannschaft den Herstellern die Show?

Neben den Herstellern dürfen sich auch eine Reihe von LMP2-Truppen berechtigte Hoffnungen auf eine Spitzenplatzierung bei den 24 Stunden von Daytona machen. Die stärkste LMP2-Mannschaft dürfte wohl Jackie Chan DC Racing sein. Die beiden Oreca 07 werden wie gewohnt von Jota Sport vorbereitet. Genau diese Kombination stand 2017 kurz davor, Toyota und Porsche in Le Mans zu blamieren und hätte fast den Gesamtsieg geerbt. Am Ende verbuchte man einen sensationellen zweiten und dritten Gesamtrang.

Doch was in Le Mans nicht gelang, soll nun in Daytona glücken. Dazu hat Jackie Chan DC Racing zwei starke Fahrerquartetts zusammengestellt. Einen Oreca 07 werden Lance Stroll, Felix Rosenqvist, Daniel Juncadella und Robin Frijns pilotieren. Das Schwesterfahrzeug bewegen Ho-Pin Tung, Alex Brundle, Ferdinand Habsburg und António Félix da Costa. Beide Gespanne haben Zeug die oberste Stufe des Treppchens zu erklimmen.

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Jedoch sind die DPi-Prototypen ein wenig besser eingestuft als die LMP2-Sportwagen. Daher muss Jackie Chan DC Racing die Taktik aus Le Mans anwenden. Schnell, konstant und fehlerfrei agieren und wer weiß, vielleicht patzt die Herstellerkonkurrenz und man kann den Gesamtsieg abstauben.

Fernando Alonso startet mit zwei Jungspunden

Was für Jackie Chan DC Racing gilt, gilt zweifelsohne auch für United Autosports. Die Briten entsenden zwei Ligier JS P217 nach Florida. Einen teilt sich Teamchef Will Owen mit Hugo De Sadeleer, Paul Di Resta und Bruno Senna. Da Owen und De Sadeleer Bronzefahrer sind, wird diese Konstellation kein Wort um den Gesamtsieg mitreden. Dafür umso mehr mit Gesamtsiegambitionen unterwegs sind Phil Hanson, Lando Norris und Fernando Alonso. Hanson und Norris sind zwei vielversprechende Youngsters. Zu Alonso braucht man kein Wort zu verlieren. Schwächeln die Hersteller, wird dieses Trio ein Topresultat erzielen.

JDC-Miller Motorsport entwickelte sich in der vergangenen Saison zu einem ernsthaften Konkurrenten. Zwar war dem Rennstall kein Rennsieg vergönnt, war jedoch ab der Saisonhalbzeit immer auf den vorderen Plätzen dabei. Um in diesem Jahr sich mit einem Erfolg zu belohnen, hat der Rennstall zwei Oreca 07 genannt. Wieder mit von der Partie sind Stephen Simpson und Mikhail Goikhberg. Unterstützung erhalten die beiden in Person von Gustavo Menezes und Chris Miller. Für den Gesamtsieg wird es zumindest in Daytona nicht reichen, doch unter die besten Fünf könnte dieses Gespann gespült werden.

Ebenfalls ein Auge sollte man auf Core Autosports werfen. Die Mannschaft, die neben ihrem Engagement im Prototypenbereich den Einsatz der Werksporsche in der GTLM-Division schultert, konnte sich für Daytona die Dienste von Loïc Duval und Romain Dumas sichern. Auch Colin Braun ist ein schneller Mann im Prototyp. Einziges Manko ist die Personalunion Jon Bennett. Bennett ist normalerweise Teamchef, doch in diesem Jahr greift der Brite wieder ins Lenkrad. Vielleicht schafft es das Team durch taktisch gutes Fahren, Bennett hauptsächlich ihn in Safety-Car-Phasen ans Steuer zu lassen. Dann könnte der Weg für Core Autosports weit nach vorne führen.