Dubai: Black Falcon profitiert von Problemen bei Herberth Motorsport

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Herberth Motorsport arbeitete sich nach und nach im Klassement empor | © Creventic

Herberth Motorsport laviert sich in Führung

13.38 Uhr: Nach einer ungefähr halbstündigen Code-60-Pause schwenken die Sportwarte im Dubai Autodrome wieder grüne Flaggen. Die vorherige Gelegenheit nahm Herberth Motorsport war, seine Zeitstrafe zu verbüßen, welche die Regelwächter dem Porsche-Rennstall wegen eines Überholmanövers außerhalb der Streckenbegrenzung auferlegt hatten. Allerdings verdoppelte sich die Dauer, weil Daniel Allemann die Strafe während der Code-60-Unterbrechung absaß.

Dennoch hat Herberth Motorsport seine Führungsposition gegen Black Falcon verteidigt. Mercedes-AMG-Pilot Khaled Al Qubaisi rangiert unverändert an zweiter Stelle bei den 24 Stunden von Dubai. Dahinter folgen die Audi-Konkurrenten Rémi Terrail von Car Collection Motorsport und Mohammed Bin Saud des W Racing Teams. Nichtsdestoweniger bleibt das Klassement vorerst undurchsichtig.

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13.01 Uhr: Die Rennleitung hat eine weitere Code-60-Phase angeordnet. Anlass für das Schwenken der magentafarbenen Flaggen: schmierige Streckenverhältnisse in Abschnitt zwölf wegen eines Flüssigkeitsverlustes am BMW 335i von Scangrip Racing, dessen Kühler beschädigt war. Indes erlitt der Mercedes-AMG GT3 von ProSport Performance ebenfalls einen Kühlerschaden.

12.53 Uhr: Diejenigen Gespanne, welche während der ersten Code-60-Periode bereits zum Nachtanken an die Box fuhren, legen nun nacheinander weitere Stopps ein, um Kraftstoff aufzufüllen. Der Grund: Unterbricht eine Code-60-Anordnung den Wettbewerb, gestattet das Reglement, lediglich ein halbes Tankvolumen nachzuschütten. Folglich ersetzten die vorgezogenen Aufenthalte in der Box den eigentlichen Tankstopp nicht zur Gänze.

12.25 Uhr: Mittlerweile haben sämtliche Wettbewerber im oberen Klassementsegment mindestens einmal gestoppt. Allerdings fassten einige Rennställe den Entschluss, schon während der Code-60-Unterbrechung nachzutanken, wodurch sich ein asynchroner Boxenstopprhythmus innerhalb der Führungsgruppe ergibt. Diese Umstände brachten wiederum Hofor-Racing in der Rangfolge bei den 24 Stunden von Dubai empor – Platz eins für die amtierenden Creventic-Meister.

Der Zwischenstand nach dem ersten Boxenstoppdurchgang

1. Christian Frankenhout (Hofor-Racing/Mercedes-AMG GT3)
2. Bernd Schneider (HTP Motorsport/Mercedes-AMG GT3)
3. Robert Renauer (Herberth Motorsport/Porsche 991 GT3 R)
4. Hubert Haupt (Black Falcon/Mercedes-AMG GT3)
5. Duncan Huisman (V8 Racing/Corvette C6.R)
6. Antonin Borga (SPS Automotive Performance/Mercedes-AMG GT3)
7. Frank Stippler (Car Collection Motorsport/Audi R8 LMS)
8. Luca Stolz (Black Falcon/Mercedes-AMG GT3)
9. Tom Onslow-Cole (Ram Racing/Mercedes-AMG GT3)
10. Lance David Arnold (SPS Automotive Performance/Mercedes-AMG GT3)

12.14 Uhr: Augenscheinlich steht der Wüstenmarathon in Dubai für Grasser Racing unter einem Unstern. Nach einer verheißungsvollen Vorbereitung am Testmittwoch, der ererbten Poleposition sowie der Bestzeit im Warm-up strauchelt die Lamborghini-Mannschaft in der Anfangsphase des vierundzwanzigstündigen Wettbewerbs. Nachdem Mirko Bortolotti, in Führung liegend, einem Reifenschaden anheimgefallen ist, humpelte nun Rolf Ineichen erneut mit einem beschädigtem Pneu an die Box.

11.56 Uhr: Die voraufgehende Code-60-Intermission hat einen Zweikampf um den ersten Platz bei den 24 Stunden von Dubai entfesselt. Mit beherzten, zupackenden Manövern geht Christopher Mies daran, Jeroen Bleekemolen seine Führungsposition zu entwinden. Obwohl der Überrundungsverkehr dem Angreifer zupasskommt, änderte sich die Reihenfolge jedoch noch nicht – weiterhin Mercedes-AMG vor Audi, Black Falcon vor dem W Racing Team.

11.47 Uhr: Unmittelbar vor dem Erreichen der Fünfundvierzig-Minuten-Marke hat die Renndirektion die erste Code-60-Phase verhängt. Anlass für die Unterbrechung des Wettbewerbs: Technische Gebrechen infolge eines Feindkontaktes nötigten Axcil Jefferies, seinen Renault R.S. 01 GT3 in der Auslaufzone zu parkieren. Bedauerlich, da GP Extreme bisher eine bemerkenswerte Leistung erbrachte und sich unter den besten Zehn positionierte.

11.31 Uhr: Nach nur zwanzig Minuten musste Grasser Racing schon den ersten Rückschlag verkraften: Das Lamborghini-Gespann hat seine Führungsposition aufgrund eines Reifenschadens eingebüßt. Obendrein widerfuhr Mirko Bortolotti das Unglück im Kurvengeschlängel nach Start-Ziel, woraufhin dieser sich lahmend über den restlichen Parcours bewegte, um sich zur Box zu retten. Damit befindet sich nun Black Falcon im Klassement obenauf.

Zuvor war die Spitzengruppe im dichten Überrundungsverkehr enger zusammengerückt. Es entbrannte ein – obgleich noch zurückhaltender – Dreikampf zwischen Lamborghini, Mercedes-AMG und Audi. Vorneweg: Bortolotti, welcher sich der Attacken Jeroen Bleekemolens erwehrte. Dahinter harrte Christopher Mies (W Racing Team) seiner Gelegenheit, aus einem Fehler der Rivalen Kapital zu schlagen. Nun führt Bleekemolen etwa eine Sekunde vor Mies.