Dubai: Black Falcon profitiert von Problemen bei Herberth Motorsport

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Während der Abendstunden tauschten die Sieganwärter wiederholt die Positionen | © Haoyü Wang

Wiederholte Führungswechsel bei Einbruch der Dunkelheit

15.40 Uhr: Unlängst ist die Dunkelheit über die Region am Persischen Golf hereingebrochen. Zuletzt verkleinerte Black Falcon mit seinen beiden Besatzungen den Rückstand zum führenden Porsche-Neunelfer von Herberth Motorsport. Allerdings beendeten nottuende Tankstopps die Aufholjagd der schwarzen Falken vorerst. Spitzenreiter Ralf Bohn kann noch einmal durchartmen. Der Vorsprung auf HTP Motorsport bemisst knapp zwei Minuten.

15.08 Uhr: Aufgrund der Fahrerwechsel bei den letzten Boxenstopps verschiebt sich im Augenblick das Kräfteverhältnis in der Spitzengruppe. Obwohl Ralf Bohn nach wie vor die Führung für Herberth Motorsport beansprucht, schmilzt der Vorsprung des Porsche-Piloten dahin. Denn Black Falcon naht mit seinen beiden Mercedes-AMG-Athleten Manuel Metzger und Gabriele Piana heran.

Generell hat sich die Gefechtslage zugunsten der Marke mit dem Stern verändert. Im Fahrwasser von Black Falcon haben HTP Motorsport und SPS Automotive Performance die Plätze vier und fünf bezogen. Am Lenkrad: Martin Konrad und Tim Müller. Das W Racing Team ist hingegen auf den fünften Rang zurückgefallen. Im Audi-Cockpit sitzt Michael Vergers.

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14.41 Uhr: Während sich die Konstellation innerhalb der Führungsgruppe verfestigt, schickt sich Dominik Baumann an, einen Zwischensprint zu vollstrecken. In Abhängigkeit vom Verkehrsaufkommen durchquert der Mercedes-AMG-Fahrer das Dubai Autodrome zwei bis drei Sekunden rascher als seine Kontrahenten. Gegenwärtig rangiert SPS Automotive Performance an dritter Stelle.

14.30 Uhr: Dreieinhalb Stunden sind geschafft, auf der Arabischen Halbinsel senkt sich die Sonne inzwischen gen Horizont. Allmählich beziehen die Teilnehmer ihre Stellung im Klassement – ein Moment, um Atem zu schöpfen und den Zwischenstand zu betrachten. Die besten Zehn im Überblick:

1. Daniel Allemann (Herberth Motorsport/Porsche 991 GT3 R)
2. Khaled Al Qubaisi (Black Falcon/Mercedes-AMG GT3)
3. Dominik Baumann (SPS Automotive Performance/Mercedes-AMG GT3)
4. Mohammed Bin Saud (W Racing Team/Audi R8 LMS)
5. Indy Dontje (HTP Motorsport/Mercedes-AMG GT3)
6. Yelmer Buurman (Black Falcon/Mercedes-AMG GT3)
7. Rémi Terrail (Car Collection Motorsport/Mercedes-AMG GT3)
8. Otto Klohs (Manthey-Racing/Porsche 991 GT3 R)
9. Mike David Ortmann (Mücke Motorsport/Audi R8 LMS)
10. Euan Hankey (Ram Racing/Mercedes-AMG GT3)

14.07 Uhr: Nach dem Übertreten der Drei-Stunden-Marke – also einem Achtel der Gesamtdistanz – nimmt das Klassement peu à peu Gestalt an. Bislang bewahrheiten sich jene Prognosen, welche abermalig der Delegation süddeutscher Hersteller die Favoritenrolle zuteilten. Porsche, Mercedes-AMG und Audi befinden sich zur Stunde auf Podiumskurs. Zudem ist die Corvette C6.R von V8 Racing das einzige andere Fabrikat unter den besten Zehn.

Agierte Herberth Motorsport in der Frühphase des 24-Stunden-Rennens von Dubai zunächst abwartend, arbeiteten sich die Titelverteidiger mit Fortdauer des Wettbewerbs in der Hierarchie empor. Derzeit liegt Daniel Allemann in Führung. Zudem linderte Herberth Motorsport mit einer raffinierten Vorgangsweise die Folgen einer Zeitstrafe, indem das Porsche-Gespann ebendiese unter Code 60 abbüßte – obschon sich das Strafmaß dadurch verdoppelte, verteidigte die Equipe auf diese Weise die Führung.

Zu Anfang wetteiferten wiederum Black Falcon und das W Racing Team um die Position am oberen Ende der Gesamtwertung. Mittlerweile rangiert Khaled Al Qubaisi nach einstweiliger Führung des Mercedes-AMG-Teams mit anderthalb Minuten Rückstand an zweiter Stelle. Audi-Gegner Mohammed Bin Saud belegt zurzeit den Bronzeplatz. Der Abstand zum Vordermann beträgt circa vierzig Sekunden.

Demgegenüber widerfuhr Grasser Racing und Lamborghini ein Fiasko. Obgleich Mirko Bortolotti beim Start umgehend seine Poleposition in die Führung transformierte, währte der Erfolg nur kurzfristig. Denn ein Pneuschaden beförderte die Mannschaft in Giftgrün ins Hintertreffen, ein weiterer zerstörter Reifen besiegelte den Rückfall schließlich.