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Das ADAC GT Masters stand in der Saison 2011 in hoher Blüte | © Gruppe C

2011: Blüte der deutschen GT-Szene

In der Saison 2011 vollführte die deutsche GT-Szene einen regelrechten Quantensprung. Beim Auftakts des ADAC GT Masters in Oschersleben hatte sich das Fahrzeugfeld im Vergleich zum voraufgehenden Jahr beinahe verdoppelt. Vierzig GT3-Sportwagen waren zum Aufgalopp in der Magdeburger Börde eingeschrieben. Sowohl die drei deutschen Automobilgrößen Porsche, Audi und Mercedes-Benz als auch die Marken Lamborghini, Corvette, Alpina, Dodge Viper und Ferrari waren zugegen.

Selbst Stéphane Ratel besann sich im Jahr 2011 zu den Wurzeln des GT-Sports und veranstalte erstmals die Blancpain Endurance Series. Das Konzept deckte sich mit dem Format der BPR-Meisterschaft der neunziger Jahre. Das Reglement umfasste das Fahrzeugspektrum von GT2 bis GT4, die Renndistanz maß drei Stunden, und die Austragungsorte waren die Traditionsstrecken in Monza und Silverstone sowie die populären Kurse in Magny-Cours und Navarra. Als Sahnehäubchen wurde das 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps obendrauf gesetzt. Sollte die internationale GT-Szene eine Renaissance erleben?

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Zwar musst die SRO die GT2-Klasse kurzerhand streich, aber im Mittel zählten die Starterfelder stets mehr als dreißig Rennwagen. Im Gegensatz zu den Sorgenkindern GT1-WM und GT3-EM war die BES-Meisterschaft unzweifelhaft ein Erfolg. Auch im zweiten Jahr war das Fahrerlager bis zum Zerbersten gefüllt. Als nächstes Ziel hat Ratel gar das Ziel deklariert, das Tausend-Kilometer-Rennen auf dem Nürburgring zu revitalisieren, was der GT-Mogul letztlich in Kooperation mit dem ADAC Mittelrhein auch ins Werk setzte.