Rückspiegel: Die zehn Tiefpunkte der Saison 2017

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ByKolles Racing hätte bei einer fehlerfreien Fahrt in Le Mans gewinnen können | © ByKolles Racing

9. ByKolles Racings missglückter Auftritt in Le Mans

Die LMP1-Konkurrenz bei den diesjährigen 24 Stunden von Le Mans war sehr ausgedünnt. Nur sechs Prototypen aus der Spitzenkategorie standen in der Startaufstellung. Neben den fünf Werksautos von Toyota und Porsche verirrte sich ein privat eingesetzter LMP1-Prototyp aus dem Hause ByKolles Racing nach Frankreich.

Vor dem Rennen hätte keiner damit gerechnet, dass die Gredinger eine realistische Siegchance hatten. Doch nach dem Klassiker war klar, wären die Mannen von Colin Kolles einfach durchgefahren, hätte der Gesamtsieg gewinkt, da Toyota und Porsche reihenweise patzten.

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Dummerweise findet das Leben nicht im Konjunktiv statt. ByKolles Racing musste bereits bei der ersten Durchfahrt der Tetre Rouge die Segel streichen. Oliver Webb traf in der Kurvenkombination ein Trümmerteil und beschädigte sich dadurch den Splitter und die Lenkung. Aufgrund der Defekte stiegen die Temperaturen derart an, dass der Motor und die Kühlung überhitzten.

Webb schleppte das Auto zurück an die Box und nach einer Abkühlphase schickte die Mannschaft Webb noch einmal hinaus, doch nach weiteren sechs Runden stellte ByKolles Racing das Auto mit Motorschaden ab. (Gereon Radomski)