Daytona: Erstes Aufeinandertreffen von Joest und Penske beim Wintertest

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Kämpft noch mit Kinderkrankheiten: der Acura ARX-05 des Teams Penske | © IMSA

In den vergangenen beiden Tagen traten insgesamt achtzehn Fahrzeuge beim Wintertest in Daytona an. Auf dem Rundkurs fuhren erstmals Joest Racing und das Team Penske gegeneinander. Auch der nagelneue BMW M8 GTE war zum ersten Mal gemeinsam mit seinen Klassenkonkurrenten auf der Piste.

Beim alljährlichen Dezembertest der IMSA-Sportwagen-Meisterschaft trafen mehrere Fahrzeuge das erste Mal aufeinander. So fuhren am Dienstag und Mittwoch zum ersten Mal das Team Penske und Joest Racing auf derselben Strecke. Beide Mannschaften wurden als Einsatzteams für Hersteller auserkoren. Penske stemmt den Einsatz Acuras, während Joest die Fahnen für Mazda hochhält. Beide prüften jeweils zwei Autos der jeweiligen Hersteller.

Nach Informationen von Sportscar365 liefen die Testfahrten für beide Neulinge nicht reibungslos. Joest Racing musste den kompletten Dienstag damit verbringen, bei einem der Mazda RT24-P den Motor zu wechseln. Die Equipe musste dies in Daytona machen, weil diese direkt von privaten Tests aus Sebring nach Daytona kam. Danach liefen beide Prototypen ohne Probleme. Bei Penske hingegen mangelt es noch an der Standfestigkeit. Der Acura ARX-05 kämpfte unter anderem mit dem Ladedruckregler, der Wasserpumpe und einem Ölleck.

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Neben den beiden Debütanten gab es weitere Neuerungen in der Prototypen-Wertung. Extreme Speed Motorsports und Onroak Automotive wollten ursprünglich die vollen zwei Tage nutzen, um neue Teile am Nissan DPi beziehungsweise am Ligier JS P217 zu testen. Doch die entsprechenden Bauteile kamen erst am Mittwochnachmittag in Daytona an. So blieb nur die finale Einheit am Mittwoch zum probieren.

Besser lief es bei BAR1 Motorsports, das auf den rundum erneuerten Multimatic/Riley MK. 30 vertraut. Zwar standen dem ehemaligen Prototyp-Challenge-Team nur die weiterentwickelten Aerodynamikteile zur Verfügung, trotzdem verliefen die Probefahrten ohne technische Zwischenfälle. Teile, die die Fahrbarkeit erhöhen sollen, werden erst in den nächsten Wochen fertig. Einziger Wermutstropfen war die alleinige Rotunterbrechung des Tests. Diese ging auf die Kappe von BAR1 Motorsports, als Tomy Drissi mit dem LMP2-Wagen in einen Reifenstapel rutschte.

Die amtierenden Meister aus dem Hause Wayne Taylor Racing nutzten den Dezembertest als erste Etappe zur möglichen Titelverteidigung. Die weiteren Teilnehmer in der Prototypen-Division waren JDC-Miller Motorsports und Core Autosport. Beide fuhren mit jeweils einem Oreca 07.

BMW M8 GTE stellt sich erstmals der Konkurrenz

Aber auch in den GT-Wertungen gab es einige Neuerungen zu betrachten. Die wohl spannendste war der erste öffentliche Auftritt des BMW M8 GTE. Den wuchtigen Sportwagen aus München bewegten John Edwards und der bisherige Top-Transfer der Winterpause: Connor De Phillippi. Neben BMW setzte Ford zwei GT, Porsche einen RSR und Risi Competizione einen Ferrari 488 GTE ein.

Für Edwards ist es die sechste Saison bei BMW Motorsport. Im Interview bei der IMSA lobte er den M8 GTE in den höchsten Tönen. „Der M8 ist das dritte Fahrzeug, von dem ich die Entwicklung begleitet habe. Und ehrlich gesagt ist es die aufregendste,“ erzählte Edwards. „Der M8 hat all die Dinge aus dem M6, die wir mochten. Dazu konnten wir viele Schwachstellen beseitigen. Stand jetzt verglichen mit dem damaligen Stand beim M6 sind wir meilenweit voraus.“

Zu guter Letzt brachten Lexus und Porsche einen ihrer GT3-Sportwagen mit überarbeiteten Bauteilen nach Daytona. Lexus wechselte den Hersteller beim ABS-System. Vormals verrichte ein System aus dem Hause Continental die Arbeit, nun verhindert Bosch das Blockieren der Räder. Darüber hinaus wurde ein neuer Schalldämpfer auf die Probe gestellt. Demgegenüber prüfte die Marke aus Zuffenhausen eine neue Motorhaube und neue Flaps.