GT3-Sport: Porsche entwickelt neues Modell zur Saison 2019

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Porosche plant, den neuen GT3-Elfer in der Saison 2019 an Kunden auszuliefern | © Ralf Kieven (1VIER.com)

Porsche geht bereits daran, den GT3-Neunelfer der nächsten Generation zu entwickeln. Dessen Fertigstellung erfolge zum Ende des gegenwärtigen Homologationszykluses. Die Auslieferung beginnt wiederum in der Saison 2019. Zuvor stehen Testeinsätze in der VLN-Langstreckenmeisterschaft auf dem Programm.

Derzeit ist die Rennabteilung in Weissach bereits im Begriff, den Porsche 911 GT3 R der nächsten Generation zu entwickeln. Die Traditionsmarke gedenkt, den Sportwagen zum Ende des gegenwärtigen Homologationszykluses fertigzustellen. Höchstwahrscheinlich absolviert der Neunelfer daher während der zweiten Hälfte der nächsten VLN-Saison erste Probeeinsätze unter Wettbewerbsbedingungen, ehe im darauffolgenden Jahr die Auslieferung an Kunden beginnt.

Allerdings entwickle Porsche keinen grundlegend neuen Elfer, sondern strebe eine umfangreiche Überarbeitung an. „Man hat eine abweichende Homologationsbasis, da wir das nächste Straßenfahrzeug nutzen müssen. Dies führt zu einigen Änderungen in der Gestalt des Fahrzeuges“, erklärt Motorsportchef Frank-Steffen Walliser gegenüber Sportscar365. „Es ist ein neues Fahrzeug. Unter technischen Gesichtspunkten sprechen wir über ein Update, aber es ist ein neues Fahrzeug.“

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Unbeschadet des Generationswechsels ist auch das Vorgängermodell für weitere zwei Jahre startberechtigt. „Die Homologationsperiode erstreckt sich über drei Jahre“, merkt Walliser an. „Die Homologationszeit beträgt fünf Jahre. Somit ist das Fahrzeug für einen Zeitraum von fünf Jahren homologiert.“ Aufgrund eines Evolutionspaketes, das Porsche zur kommenden Saison zur Verfügung stellt, sei auch dieser Elfer unverändert wettbewerbsfähig.

Durch die Bereitstellung solcher Updates wolle Porsche die Budgets seiner Kunden deckeln. Denn auf diese Weise müssten die Kunden nicht fortwährend Modifikationen vornehmen. „Was wir vermeiden wollen, ist, dass wir ein großes Update durchführen, und dieses dann für jedermann notwendig ist“, betont Walliser. „Jeder Kunde müsste also Geld verausgaben – und das für nur ein Jahr. Das erhöht lediglich die Kosten.“

Die Fortentwicklung des GT3-Neunelfers ziele vornehmlich auf die Verbesserung der Standfestigkeit sowie die Kostenbegrenzung ab. „Angesichts der dreijährigen Homologationsperiode steigern wir nicht die Leistung, sondern arbeiten an der Zuverlässigkeit, den Laufzeitkosten und all solchen Dinge. Niemand investiert stark in die Performance“, kehrt Walliser hervor. Dies sei die „positive Seite“ der Balance of Performance.