Langstrecken-WM: ByKolles Racing startet Testprogramm, Ford bestätigt seinen Fahrerkader

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ByKolles Racing testete in Aragon neue Fahrer und neue Teile | © ByKolles Racing

ByKolles Racing hat die Testarbeit zur Supersaison begonnen. Bei den Probefahrten prüfte der Rennstall mehrere Piloten. Darüber hinaus bleibt Fords Fahreraufgebot unverändert. Und bei den 24 Stunden von Le Mans könnten zehn Porsche 911 RSR in der Startaufstellung stehen. Ein Nachrichtenspiegel.

ByKolles Racing absolviert einen Drei-Tage-Test

ByKolles Racing bestreitet wahrscheinlich die Supersaison der Langstrecken-WM. Dazu testete der Rennstall aus Greding seinen überarbeiteten ENSO CLM P1/01 für drei Tage im spanischen Aragon. Am Volant des Prototypen wechselten sich sowohl Nachwuchspiloten als auch Stammpiloten der Mannschaft ab.

James Rossiter und Oliver Webb fuhren bereits in der vergangenen Saison für die Truppe von Colin Kolles. Neuland betraten dagegen Tom Dillman, Edoardo Liberati und Mikaël Grenier. Die drei Jungprofis waren in den letzten Jahren in verschiedenen Wettbewerben durchaus erfolgreich unterwegs.

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Dillman konnte sich durch seinen Gewinn der Formel V8 3.5 Serie 2016 empfehlen. Liberati gewann letztes Jahr die GT3-Wertung der Asiatischen GT-Meisterschaft. Grenier feierte in der abgelaufenen Saison der Lamborghini Super Trofeo fünf Laufsiege. Zudem prüfte die Equipe neue Teile am LMP1-Sportwagen und am überarbeiteten Nismo-Motor.

Ford setzt auf Konstanz

Ford begeht die Supersaison mit einem unveränderten Fahrerkader. Andy Priaulx, Harry Tincknell, Stefan Mücke und Olivier Pla werden die beiden Ford GT in der GTE-Pro-Wertung bewegen. Dabei spannen erneut Mücke und Pla und Tincknell und Priaulx zusammen.

Greifen in Le Mans bis zu zehn Porsche 911 RSR an?

Möglicherweise wird Porsche stark in den GT-Divisionen bei den 24 Stunden von Le Mans vertreten sein. Nach Informationen von Sportscar365 plant der Hersteller aus Zuffenhausen fünf 911 RSR in der GTE-Pro-Klasse einzusetzen. Core Autosports und Manthey-Racing würden dabei jeweils den Einsatz eines Zwei-Wagen-Gespanns schultern. Das fünfte Auto könnte sich aus einem Allstar-Aufgebot zusammensetzen.

Auf der Kundenseite hat Porsche sieben RSR verkauft. Project 1 hat einen Mittelmotorsportwagen erworben. Proton Competition hat sich vier der neuen Gefährte zugelegt. Ebenfalls einen RSR hat sich Gulf Racing gekauft. Das letzte verbleibende Fahrzeug geht offenbar nach Asien zu Craft-Bamboo Racing. Es bleibt abzuwarten, wie viele Einladungen der ACO an die Porsche-Mannschaften vergibt.

Bestreitet Alonso mehrere Läufe der WM?

Fernando Alonso ist sehr daran interessiert sein Engagement in der Langstrecken-WM auszuweiten. Der Spanier wird sicher die 24 Stunden von Le Mans für Toyota bestreiten. Darüber hinaus will der zweimalige Formel-1-Weltmeister an weiteren Läufen teilnehmen. Im Kalenderjahr 2018 wären Starts bei den Runden in Spa-Francorchamps, Silverstone und Shanghai möglich. Das Heimspiel von Toyota in Fuji muss der McLaren-Pilot auslassen, da zeitgleich der Große Preis von Austin stattfindet.